
Erfolgreiche Strategietagung des aktuellen forums nrw e.V.

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 Volker Kersting
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 Prof. Dr. Stefan Goch (Mitte)
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Vom 28. bis 29. Mai 2010 trafen sich der Vorstand, Mitglieder, haupt- und nebenamtliche ReferentInnen sowie Kooperationspartner des aktuellen forums nrw e.V. in der Willi-Michels-Bildungsstätte in Welper, um gemeinsam langfristige Perspektiven für zukünftige gesellschaftliche Strategien sowie die sich daraus ergebenden Aufgaben für das af zu erörtern.
Das aktuelle forum nrw hat sich seit seiner Gründung vor 40 Jahren unter seinem Gründungsvorsitzenden Johannes Rau immer als ein Impulsgeber für notwendige gesellschafts- und bildungspolitische Prozesse verstanden. Deshalb wurde nun eine bereits früher praktizierte Tradition erfolgreich wieder belebt.
Am ersten Tag ging es vor allem um eine allgemeine Bestandsaufnahme der politischen Weiterbildung. Prof. Dr. Rainer Bovermann, MdL und stellvertretender Vorstitzender des af, stellte in seinem Referat die aktuellen politischen Rahmenbedingungen der politischen Bildung dar. In einer gemeinsamen anregenden Diskussion wurden Konsequenzen für das af erarbeitet.
Der zweite Tag stand unter Frage, wie die politische Bildung zur sozialen und gesellschaftlichen Integration beitragen kann. Zu diesem Thema gaben zwei kompetente Referenten einen inhaltlichen Input: Volker Kersting, Stadtforscher aus Mülheim a.d. Ruhr, referierte über aktuelle Daten und Fakten zu den Aufgaben sozialer und gesellschaftlicher Integration im Ruhrgebiet. Prof. Dr. Stefan Goch von der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhruniversität Bochum gab einen Ausblick zu den möglichen Aufgaben und Projekten, die sich für das aktuelle forum als Träger der Weiterbildung und der politischen Bildung ergeben könnten. Durch die anschließende Diskussion wurden Ansatzpunkte für die zukünftige Arbeit des af erörtert.
Den Abschluss bildete Norbert Tillmann, Qualitätsbeauftragter und gleichzeitig Projektleiter des vorgestellten Projektes „European Youth Voice“ (EYV). Dabei ging es insbesondere um die Perspektiven und die notwendigen Ressourcen für die Fortführung von EYV.
Alles in allem, waren beiden Tage geprägt durch intensive fachliche Debatten sowie durch gewinnbringende informelle Gespräche am Rande der Tagung.



„Damit zusammen leben gelingt“ – Wanderausstellung in Herne

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 Horst Schiereck
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 Hans Frey im Gespräch mit Wettbewerbsteilnehmenden
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 TänzerInnen der Gruppe Pottporus
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Am Dienstag, den 4. Mai wurde die Wanderausstellung „damit zusammen leben gelingt“ des aktuellen forums nrw (www.aktuelles-forum.de) und der Stiftung Mercator (www.stiftung-mercator.de) in der Volkshochschule Herne (www.vhs-herne.de) feierlich eröffnet.
In der Ausstellung werden die Ergebnisse des Wettbewerbs „Revier Version 2.0“ aus dem Jahr 2008 vielfältig und multimedial dargestellt. Rund 1000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligten sich an dem Projekt „Revier Version 2.0“, indem sie Fotos, Texte, Videos, Podcasts, Theaterstücke, Songs und Collagen erstellten. Dabei waren Integration, Strukturwandel und Partizipation die Schlüsselwörter, die das Ruhrgebiet der Zukunft ausmachen sollten: „damit zusammen leben gelingt“!
Nachdem Heike Bandholz, stellv. Direktorin der VHS Herne, die Ausstellungseröffnung einleitete, wurde im Redebeitrag des Herner Oberbürgermeisters Horst Schiereck die hohe Bedeutung des Projektes „Revier Version 2.0“ für die Vielfalt im Ruhrgebiet betont. Horst Schiereck legte hohen Wert darauf, den PreisträgerInnen aus Herne, den „Schreibenden Frauen“ und dem „Emschertal Berufskolleg“, seine Anerkennung auszusprechen. Die Ergebnisse, welche in der Ausstellung zu bewundern sind, seien Ausdruck des hohen kreativen Potentials der Menschen im Ruhrgebiet, so Horst Schiereck.
Hans Frey, MdL a.D. und Vorsitzender des aktuellen forums nrw e.V., sprach im Gespräch mit Teilnehmenden die Ziele des Projektes „Revier Version 2.0“ an. Die Tatsache, dass alle beteiligten Gruppen nicht nur ihre Visionen für ein Ruhrgebiet der Zukunft formuliert, sondern außerdem ihre schöpferischen Potentiale entdeckt und genutzt haben, sei „…Beweis für das Rückrad und den aufrechten Gang der Menschen im Ruhrgebiet.“ Des Weiteren betonte Hans Frey die Wichtigkeit der politischen Bildung und der partizipativen Teilhabe aller Menschen an gesellschaftspolitischen Prozessen. Genau dazu würde das aktuelle forum mit Projekten wie „Revier Version 2.0“ und der politischen Bildungsarbeit einen großen Teil beitragen.
Das kreative und schöpferische Potential wurde auch in den verschiedenen Kulturbeiträgen während der Ausstellungseröffnung deutlich. Die Tanzschule „Pottporus“ aus Herne lockerte die Veranstaltung mit kurzen Street- und Breakdanceeinlagen auf und eine Gruppe von Jugendlichen Rappern aus dem Alfred- Zingler- Haus in Gelsenkirchen präsentierten ihren Song „Gelsenkirchener Alltag“, der von den Schwierigkeiten und Hürden im Leben von Jugendlichen im Ruhrgebiet erzählt. Zu guter letzt traten noch die Kinder der Folklore-Gruppe „YEG-Girls“ aus dem Verein YEG Hassel e.V. Gelsenkirchen auf und schlossen somit das vielfältige Bühnenprogramm des Abends.
Eine Sache wurde durch das gesamte Projekt deutlich: Integration findet nicht am grünen Tisch statt, sondern am Marktstand, auf dem Schulhof, in der Bahn. Und: Veränderung ist möglich, wenn man auf die Wurzeln zurückblickt. Wer Zusammenhänge erkennt, kann seine Ziele für „das Revier 2.0“ benennen.
Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Mai 2010 im Foyer der Volkshochschule Herne zu bewundern, bevor sie am 17.09.2010 im Landtag in Düsseldorf zum letzten Mal eröffnet wird.


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