Seminare
Thematische Gliederung unserer Seminare
Montag, den 25. Juni 2018

Seminarnummer: 18193

Concrete Delusion

Montag, den 25. Juni - Freitag, den 29. Juni 2018 in Mülheim/Ruhr

Das Seminar "Concrete Delusion" widmet sich der Fragestellung zum Umgang mit dem Material Beton in Form von industriellen und architektonischen Fragmenten und Hinterlassenschaften im öffentlichen Raum. Auf Basis künstlerischer Thesen und der Erforschung des öffentlichen Raumes werden neue Konzepte zur Transformation und Inklusion dieser Betonelemente in der Wahrnehmung von "Skulpturen im öffentlichen Raum" entwickelt. Durch künstlerische Interventionen werden Wertigkeit und Transformationsmöglichkeiten der Betonfragmente sichtbar gemacht und ein neues Bewusstsein zu nachhaltiger Ästhetik geschaffen.

Verknüpft mit der Perspektive auf ein sich andauernd veränderndes Europa und eine sich wandelnde Welt, schafft das Projekt "Concrete Delusion" in seiner begrifflichen Mehrdeutigkeit (concrete = konkret = Beton) Raum für eine vielfältige Beschäftigung mit Fragen nach Zäsuren, Veränderungen und Bestandsaufnahmen von Individuum und Gemeinschaft, gesellschaftlichen Projekten, politischen Utopien, Prozessen des Verfalls, dem Erforschen und Definieren von urbanen und humanen Grauzonen. Das konkrete Material Beton steht in seiner massiven Statik der flexiblen Interpretation des Künstlers gegenüber. Individuelle Visionen transformieren die Fragmente, Räume und Orte in neue Stätten der Kunst und Kultur.

In den zu Beginn stattfindenden Recherchen werden Bestandsaufnahmen vorhandener Fragmente und Zonen des Verfalls in definierten urbanen Räum durchgeführt. Die jeweiligen "Objekte" werden auf künstlerisch-gestalterische Wertigkeit geprüft, fotografisch inszeniert und archiviert, sowie mit GPS-Daten verortet. Die TeilnehmerInnen erhalten neben theoretischen Hintergrundinformationen und der Einführung in die thematischen Kontexte zur bildenden Kunst auch grundlegende Techniken der Malerei, Fotografie, Videokunst und Klangkunst.

Ziele der Recherchen sind fotografische Feldforschungen und das Entwickeln eines "Gedankenpools" zur nachhaltigen und zukünftigen Reflektion und Transformation weiterer Orte.

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