Seminare
Thematische Gliederung unserer Seminare
Freitag, den 10. November 2017

Seminarnummer: 17326

Living History

Freitag, den 10. November - Sonntag, den 19. November 2017 in Duisburg, Gelsenkirchen

Das aktuelle forum setzt sich seit vielen Jahren speziell mit aktuellen politischen Entwicklungen und interkulturellen Inhalten auseinander. Ziel dieses Seminars soll es daher sein, die aktuell medial präsente Flüchtlingsdebatte aufzugreifen und konkret erlebbar zu machen.
Das öffentliche Bild der aktuellen Situation von Flüchtlingen in Deutschland ist geprägt von Ängsten und Unsicherheit, politische Randgruppen aus dem rechten Spektrum erkennen und nutzen die Chance, das öffentliche Meinungsbild in ihrem Sinne zu manipulieren, u. A. durch Streuung bewusster Fehlinformationen.
Das Seminar "Living History" setzt an diesem Punkt an. Es soll durch Besuch eines sogenannten "Auffanglagers" ein konkretes Bewusstsein für die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort bei den TeilnehmerInnen geschaffen werden. Im Dialog mit Flüchtlingen werden Beweggründe für die Flucht sowie die damit verbundenen Wünsche und Perspektiven erfahrbar gemacht. Durch den direkten Kontakt zu Betroffenen wird den TeilnehmerInnen ermöglicht, sich selbst ein realistisches und unverfälschtes Bild der aktuellen Situation zu machen und dieses mit dem medial entstandenen öffentlichen Meinungsbild abzugleichen.
Am folgenden Tag wird eine inhaltliche Nachbereitung in der "Musikschule im Bunker" in Gelsenkirchen erfolgen. Dort soll auch unter musikpädagogischer Anleitung ein HipHop-Song erarbeitet werden, in welchem die unmittelbaren Erlebnisse verarbeitet und aufbereitet werden. Dieser Tag soll ganz der inhaltlichen Vorbereitung bzw. dem Erstellen eines Songtextes dienen.
In den nächsten zwei Tagen wird der Song zusammen mit einer Live-Band, bestehend aus den TeilnehmerInnen, weiter entwickelt und geprobt, sowie im Studio der "Musikschule im Bunker" aufgenommen. Ziel des Songs soll sein, ein realistisches und unverfälschtes Bild der aktuellen Flüchtlingssituation wieder zu spiegeln sowie einen kritischen Blick auf mediale Berichterstattung zu werfen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Abbau falscher Vorurteile und Ängste und dem Blick auf die Chancen, die sich durch eine gute Integrationspolitik entwickeln lassen. In einer Nachbereitung am darauf folgenden Tag sollen die gesammelten und verarbeiteten Eindrücke noch einmal auf ihre Nachhaltigkeit und Aussagefähigkeit überprüft und diskutiert werden, sowie über Möglichkeiten zur Veröffentlichung über social media besprochen werden, um eine möglichst große Gruppe an den Ergebnissen teilhaben lassen zu können und eventuelle Folgeprojekte anzuregen.

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