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Jahresthema 2012: Vernetzte Arbeit – Verbundene Welt



Im Focus: Rechtsextremismus

 

Download Programmflyer: www.aktuelles-forum.de/489.html

 

 

Das aktuelle forum nrw sieht sich selbst als lernende Organisation und strebt dabei kontinuierlich nach Weiterentwicklung. Seit Beginn des Jahres 2011 hat das af im Rahmen dieses Prozesses seine Fachbereiche diskutiert mit dem Ziel, ihre Ausrichtung zu aktualisieren, ihr Profil zu schärfen und sie neu zu strukturieren.

 

Die Angebote der Bildungseinrichtung waren bislang wie folgt unterteilt:

 

• Demokratie

• Ruhrgebiet

• Medienkompetenz

• Lokales & Globales

• Frauen & Männer

 

Das Ergebnis der Diskussion hat gezeigt, dass ein Seminar oder ein Projekt oftmals mehreren Fachbereichen zugeordnet werden kann und dies auch den Anforderungen der politischen Bildung entspricht. Das alte, eher starre, System hat bisher nur eine eindeutige Zuordnung möglich gemacht. Zudem wurden nicht alle aktuellen Themen durch die Fachbereiche abgedeckt. Zukünftig lösen sich die einzelnen Themenfelder in einer Matrix auf. Jedes Bildungsangebot kann so gleichzeitig einem oder auch mehreren Themenfeldern zugeordnet werden. Entsprechend werden die Themen in einzelnen Seminaren oder in Projekten miteinander vernetzt.

 

Die neuen profilbildenden Themenfelder des af sind:

• Ruhrgebiet

• Lokales und Globales

• Politische Ökologie

• Europa

• Rechtsextremismus

• Diversity – Vielfalt leben

• Kultur in der politischen Bildung

• Partizipation – erkennen, begreifen, verändern

• Medien! = sozi@l?

 

Für jedes Themenfeld gibt es eine konkrete inhaltliche Fokussierung und eine Zielsetzung, die in den Bildungsangeboten verfolgt wird. Die Grundlage dieser Konkretisierung bildet einerseits das Leitbild des af, andererseits die aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen. Die Auflistung der Themenfelder ist nicht abgeschlossen. Sie kann „jederzeit“, zum Beispiel aufgrund von aktuellen Anlässen und Debatten, erweitert werden. So ist das af zukünftig stets aktuell aufgestellt.

 

Fokus 2012: Rechtsextremismus

 

Den inhaltlichen Fokus wollen wir 2012 auf das Thema „Rechtsextremismus“ legen.Die Entwicklung und Geschichte des Rechtsextremismus reicht lange zurück.

So gibt es seit der Gründung der Bundesrepublik rechtsextreme Parteien, deren ideologischen Wurzeln bis in die Kaiserzeit zurückreichen. Gerade die aktuelle Entwicklung der rechtsextremen Kameradschaften und der so genannten Nationalen Sozialisten machen den aktuellen Bezug zu konservativen Denkern der Weimarer Republik deutlich und zeigen zudem, dass Rechtsextremismus in europäischen Gesellschaften keine Randerscheinung ist. Als im vergangenen Jahr eine Einzelperson auf der Insel Utøya 69 junge Menschen erschoss, um die Welt vor „dem Kulturmarxismus und der Islamisierung“ zu schützen, wurde einmal mehr klar, wie tödlich die Wirkungen von menschenverachtender Ideologie und Propaganda auch heute sein kann. Und ebenso beweist das mörderische Gewaltpotential der so genannten „Zwickauer Terrorzelle“, dass der Rechtextremismus zu keiner Zeit harmlos war und eine direkte Gefahr für die Demokratie darstellt. Umso erschreckender waren viele Reaktionen aus Medien und Politik, in welchen die Morde als „unvorhersehbar“ und „überraschend“ dargestellt wurden.

 

Durch das Projekt „Lechts oder Rinks?!“ wurden bereits im Jahr 2011 Bildungsveranstaltungen des af zum Themenfeld „Rechtsextremismus“ durchgeführt. Hier wurden die aktuellen eher verwirrenden Entwicklungen des modernen Rechtsextremismus in Präsenz- und Onlinephasen bearbeitet. Die Symbolik, die genutzten Musikstile und die Internetauftritte sind auf den ersten Blick nicht von „linken“ Veröffentlichungen zu unterscheiden. So standen in dem Projekt die Fragen im Mittelpunkt, was heute eigentlich links und rechts ist, wie Aktivisten arbeiten und welche Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus es aktuell gibt.

 

Aus den genannten Gründen und auf Grundlage der Erfahrungen wird die Bildungsarbeit des af im Jahr 2012 einen Fokus auf das Themenfeld „Rechtsextremismus“ legen: um die neuesten Entwicklungen im Auge zu behalten, Stellung zu beziehen und der menschenverachtenden Ideologie die Stirn zu bieten.

 

 

 

 






RevierVersion 2.1- Das Projekt geht in die nächste Runde




Zeitraum: März 2011 bis März 2014

 

Das aktuelle forum nrw hat nach der Kooperation mit der Stiftung Mercator im Projekt „RevierVersion 2.0“ in den Jahren 2007 – 2010 nun ein Projektkonzept entwickelt, in dem die Beteiligung von Jugendlichen im Ruhrgebiet selbst zum Gegenstand des Lernens und Handelns wird. Im Projekt RevierVersion 2.1 arbeiten bildungsbenachteiligte Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zwischen 14 und 16 Jahren (Klasse 8/9) in 10 festen Gruppen (mit je 10-15 TeilnehmerInnen) gemeinsam an einem selbst gewählten Thema unter der Fragestellung:

 

„Wie können Jugendliche ihre Lebenswelt so mitbestimmen, dass das gemeinsame Zusammenleben in einer vielfältigen und interkulturellen Gesellschaft gefördert wird?“

 

Sie erarbeiten und entwickeln Beteiligungsformate in ihrem direkten Umfeld - Schule, Revier, Kommune – anhand ihrer alltäglichen Themen und Probleme. Durch die Einbindung unterschiedlicher kultureller Medien und Methoden, wie z.B. Musik, Video und Tanz, sollen die Jugendlichen aktive gesellschaftliche Beteiligung bewusst erleben. Des Weiteren können sich die Jugendlichen im Web 2.0 austauschen, ihre Projektbeiträge veröffentlichen, kommentieren und bewerten. Begleitet und gecoacht werden die Jugendlichen dabei von PädagogInnen der außerschulischen und politischen Jugendbildung (jeweils 1 PädagogIn pro Gruppe) sowie VertreterInnen der Bildungseinrichtungen der Jugendlichen aus dem Ruhrgebiet (LehrerInnen aus Haupt- und Gesamtschulen, PädagogInnen aus Jugend- und Kulturzentren).

 

Ziele des Projektes sind die Förderung von bildungsbenachteiligten Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte im Bereich der Partizipation. Zudem werden Methoden der Partizipation durch schulische und außerschulische Bildungsinstitutionen erarbeitet und erprobt sowie nachhaltig in die Organisationsstrukturen implementiert. Schließlich fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen (Bildungsbüros) und den VertreterInnen der Lokalpolitik.

 

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro:

 

Miriam Jusuf

m.jusuf@aktuelles-forum.de

Daniel Möcklinghoff

d.moecklinghoff@aktuelles-forum.de

 

RevierVersion 2.1 ist ein Projekt des aktuellen forums nrw gefördert von der Stiftung Mercator

 






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