Ich sehe was, was Du nicht siehst

Die alltägliche Gegenwart – interpretiert aus den unterschiedlichen Blickwinkeln berühmter Künstler des 20. Jahrhunderts.

Das Seminar soll die Teilnehmenden dazu inspirieren, den Blickwinkel auf die vielfältigen Erscheinungen und Situationen der Gesellschaft „spielerisch“ und künstlerisch zu erlernen, um das alltägliche Leben facettenreicher zu empfinden und neu wertzuschätzen. Die Teilnehmenden lernen den Umgang mit Fotokameras, Zeichenstift, Farben und Papieren.

Zu Beginn des Projektes wird an verschiedenen Orten der Künste in Bonn und Köln fotografiert (Kunstmuseum Bonn, LVR Museum Bonn, Museum Ludwig, Kolumba Museum) um so die Arbeiten bekannter und berühmter Künstler kennen zu lernen.

Grundgedanke ist, die Wahrnehmung der realen alltäglichen Welt in ihre elementaren Strukturen wie Flächen, Linien und Farben zu stilisieren und die räumliche Tiefe aus dem herauszunehmen. Dabei wird über den Weg der Fotografie eine dreidimensionale Situation, unter Auslassung von Perspektive und Tiefenschärfe, so erfasst, dass eine räumliche Darstellung bereits limitiert erscheint. Das lernen die Teilnehmenden durch praktische Arbeiten und gezielte Anleitung.

Hier beginnt die Annäherung an Malerei, Druck, Collage und Holzschnitt berühmter Künstler wie Mondrian, Rothko, Van Gogh, Picsso, Beuys, jedoch auf dem Wege zeitgenössischer Techniken. Durch das Herausfiltern der dritten Dimension im fotografierten Bild und weiterführender Techniken, wie der schwarz-weiß „hardcopy“ wird dem jeweiligen Motiv der ursprüngliche Kontext entzogen. Die Fotografien werden in künstlerischer Weise transformiert und dienen nun als Grundlage zur weiteren haptischen Bearbeitung mit den Mitteln von Zeichnung, Colorierung und Collage.

Die Teilnehmenden erarbeiten originale Kunstwerke im heutigen gesellschaftlichen Kontext auf Basis traditionell anmutender Techniken und setzen sich tiefgreifend mit dem künstlerischen Verständnis der Vorbilder auseinander. Den Abschluss bildet eine interne Präsentation der entstandenen Werke.