Finanzierung der Sozial- Ökologischen Transformation

Die gegenwärtige Wirtschaftsweise ist nicht nachhaltig. Sie muss und wird sich ändern.
Das über zwei Jahrhunderte hegemoniale Fortschrittsmodell des industriellen Wachstums stößt an natürliche und gesellschaftliche Grenzen. Die immer wieder angebotene Lösung für alle Probleme „Mehr Wachstum“ hat die KReisen verschärft. Seit Jahrzenten wächst die Erkenntnis, dass die moderne Industriegesellschaft unsere Lebensgrundlagen zerstört und der globale ökologische Umbau die wichtigste Aufgabe der Zukunftssicherung ist. Wir stehen vor einer gesellschaftlichen Umwälzung, deren Ausmaß erst langsam sichtbar wird.
Die begonnene soziale- ökologische Transformation (SÖT) von Wirtschaft und Infrastruktur hat viele Facetten, von philosophischen und mentalen über solche der gesellschaftlichen Organisation und Entscheidungsfindung bis hin zu technologischen und materiellen. Sie erfordert ein grundlegend neues Verhältnis zur Erde und ihren natürlichen Grenzen, zu menschlichen Lebensbedürfnissen sowei zwischen Individuen und Gesellschaft.
Maßnahmen, die eine andere Entwicklungsrichtung vorsehen, stoßen unweigerlich auf den harten Widerstand der Profiteure des bisherigen Modells. Diese schüren Ängste vor Veränderung unter betroffenen Arbeitnehmer*innen, Bürger*innen und Kosument*innen bzw. nutzen diese aus. Ökologischer Umbau und soziale Fortschfitt gehören daher untrennbar zusammen und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Um dem zu begegnen, muss nicht nur die technische Machbarkeit der Veränderungen aufgezeigt werden, sondern auch deren gesellschaftlichen Nutzen und Finanzierbarkeit. Die Transformation erfordert Investitionen in sehr großem Ausmaß- und zwar unabhängig davon, ob ein neuer Wachstumsschub angestrebt oder das Wachstumsparadigma überwunden werden soll. Die Frage, wie diese Transformation finanziert werden kann, wird eine zentrale Debatte der nächsten Jahrzente sein.

Im Seminar sollen pogressive Vorschläge entwickelt und präsentiert werden. Es soll kritisch diskutiert werden, um in der politisch entscheideneden Debatte über Finanzierung des nachhaltigen Umbaus von Produktions- und Verteilungsstrukturen, Infrastruktur und Dienstleistungen überzeugend mitreden zu können.