Internationale Jugendarbeit NRW

Weiterentwicklung internationaler Jugenarbeit in NRW

Internationale Jugendarbeit ist im SGB VIII, §11, als Teil der Jugendarbeit und der Kinder- und Jugendhilfe gesetzlich verankert. Laut Kinder- und Jugendplan des Bundes erstreckt sich Internationale Jugendarbeit auf alle Felder der Jugendhilfe. Sie fördert gegenseitiges Verständnis, Toleranz und Offenheit sowie interkulturelles Lernen, Verantwortungsübernahme, bürgerschaftliches Engagement und Fremdsprachenkompetenz.

Die besonderen Bildungseffekte Internationaler Jugendarbeit wurden inzwischen mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen. Allerdings ist auch zu beobachten, dass Jugendliche mit geringeren Bildungsmöglichkeiten in internationalen Maßnahmen unterrepräsentiert sind.

Wir möchten mit dem Projekt „Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit unter besonderer Berücksichtigung bildungsbenachteiligter Jugendlicher in NRW“ untersuchen, wie man Jugendliche mit geringeren Bildungsmöglichkeiten stärker an internationalen Projekten beteiligen kann.
Wir streben an alle Träger der Jugendsozialarbeit und der offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW anzusprechen, die mit bildungsbenachteiligten Jugendlichen arbeiten und bereits Erfahrung mit Internationaler Jugendarbeit gemacht haben. Darüber hinaus sollen Einrichtungen, die bislang keine Erfahrung auf dem Gebiet gemacht haben, auf internationale Programme aufmerksam gemacht werden. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, sich mit Expertinnen und Experten über Bedingungen und Möglichkeiten der Internationalen Jugendarbeit auszutauschen. Anhand erfolgreicher Praxisbeispiele verdeutlichen wir den Mehrwert, der sich aus Projekten im internationalen Bereich für die Jugendlichen ergibt. Eine Bestandsaufnahme der Bedingungen und Erfahrungen in der Internationalen Jugendarbeit in NRW soll zur Entwicklung von Informations- und Beratungsmaterialien genutzt werden, die interessierten Trägern die Arbeit mit der Zielgruppe vereinfachen sollen. Am Ende des Projekts werden die Ergebnisse im Rahmen einer Fachtagung präsentiert und ausgewertet.

Die Förderung erfolgt durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Mehr Informationen auf dem Blog des Projektes:

www.internationale-jugendarbeit-nrw.de

Mit einer Abschlussveranstaltung am 14. November 2014 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen ging das Projekt zu Ende. Das Projektergebnis, die „Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung Internationaler Jugendarbeit unter besonderer Berücksichtigung bildungsbenachteiligter Jugendlicher in Nordrhein-Westfalen“ wurden an Staatssekretär Bernd Neuendorf vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und sport des Landes Nordrhein-Westfdalen übergeben.

Die WAZ berichtete am 16.11. über diese Veranstaltung

Videodokumentation von Reden während der Abschlussveranstaltung:

Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro:
Karolina Hajjar, 0209/1551021
k.hajjar@aktuelles-forum.de


Jugend für Politik gewinnen

Das Modellprojekt „Jugend für Politik gewinnen“ ist ein Kooperationsprojekt der Landeszentrale für politische Bildung und dem aktuellen forum nrw e.V. Kooperationspartner ist die Herbert-Grillo-Gesamtschule in Duisburg-Marxloh.
Im Projekt „Jugend für Politik gewinnen“ geht es um Möglichkeiten der Jugendpartizipation auf kommunaler Ebene. Jugendliche machen im Rahmen des Projektes eigene, alltägliche Probleme und Herausforderungen selbst zum Thema. Sie erarbeiten, wie sie sich direkt beteiligen können, und setzen dies konkret um. Die projektbeteiligten Schüler*innen (18 Schüler*innen der 9. Klasse) haben sich eine Aufgabe aus ihrem direkten Schul- und Wohnumfeld vorgenommen. Sie möchten den Schulhof, der leider viel zu oft zur Müllentsorgung zweckentfremdet oder aus Frustabbau demoliert wird, zu ihrem Schulhof machen und entsprechend gestalten. Bestehende Ungleichheiten, z.B. in dem Zugang zu Partizipationsmöglichkeiten, werden durch das Projekt verringert. Jugendliche erhalten in dem Projekt die Möglichkeit, ihre Probleme und Herausforderungen mit ihren Ideen anzugehen, um so selbstverantwortliches Handeln zu lernen. Über den Kontakt zu und intensive Diskussionen mit politischen Akteur*innen im Bezirksrathaus Hamborn und dem Rathaus der Stadt Duisburg lernen die Jugendlichen Entscheidungsspielräume und –zwänge kennen und setzen sich mit den Entscheidungsträger*innen über ihr Thema auseinander.

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/nord/schueler-protestieren-gegen-vandalismus-id9171106.html

Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro:
Birgit Uhing, 0209/1551014
b.uhing@aktuelles-forum.de


Metropole 1000 Königinnen

Im Rahmen des Projektes Metropole 1000 Königinnen führen das aktuelle forum nrw und der Verein „2010 Königinnen für das Ruhrgebiet“ am 30. November eine ganztägige Informations- und Diskussionsveranstaltung durch. Dabei geht es um die Bestäubungsleistung der Bienen als Beitrag zur Klimametropole Ruhrgebiet. Die Bienen produzieren nicht nur Honig, sondern sie bestäuben Nutz- und Wildpflanzen, so dass die Flora erblüht und die Bodenqualität verbessert wird. Dies ist eine städteübergreifende klimafreundliche Leistung, die Millionen von Menschen im Ruhrgebiet bittersüß nötig haben. Die Bienen brauchen jetzt die Hilfe des Menschen, damit ihre Hilfe wieder die Menschen erreicht. Dazu sind freie Räume, politische Strukturen und Entscheidungen notwendig.

Über diese Thematik wird am 30. November in Form von Fachvorträgen, Diskussionen und Workshops informiert. Die Veranstaltung wird von der Schirmherrin Cornelia Ruhkemper, MdL eröffnet. Sie beginnt um 10 Uhr und endet gegen 17 Uhr. Für Verpflegung ist gesorgt. Der Eintritt ist frei. Eine kleine Spende zur Deckung der Kosten ist gewünscht.

Um Anmeldung wird gebeten unter: biene@aktuelles-forum.de oder 0209/15510-0. Es besteht die Möglichkeit zur Anmeldung vor Ort zu Beginn der Veranstaltung.

Anschrift: Tagungshotel Lichthof, Leithestraße 37, 45886 Gelsenkirchen. Weitere Informationen unter www.2010koeniginnen.de oder http://www.aktuelles-forum.de.

Veranstaltungsübersicht: Metropole 1000 Königinnen

Nach den bisherigen Veranstaltungen in Bottrop, Duisburg, Mülheim und Oberhausen und neben der ganztägigen Diskussions- und Informationsveranstaltung am 30.11.13 in Gelsenkirchen werden folgende Veranstaltungen durchgeführt. Weitere sind für Essen, Dinslaken und Bochum geplant. Anmeldung wie unten angegeben.

Mittwoch, 13. November 2013,
Metropole 1000 Königinnen – die Biene hilft dem Ruhrgebiet!
Vortrag mit anschl. Diskussion von Dr. Walter Bardenheuer, Volkshochschule Gelsenkirchen, Ebertstraße 19, 45879 Gelsenkirchen
Anmeldung und nähere Informationen unter:
biene@aktuelles-forum.de
oder 0173/4833065 oder 0209/15510-0
Beginn: 19 Uhr

Samstag, 16. November 2013
Metropole 1000 Königinnen – Wie mache ich Duisburg bunter und bienenfreundlicher?
Workshop in der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet
Lösorter Straße 119
47137 Duisburg
Beginn: 10:00 Uhr

Mittwoch, 20. November 2013
Metropole 1000 Königinnen – Wie mache ich Styrum bunter und bienenfreundlicher?
Workshop in der Willy-Brandt-Gesamtschule in Kooperation mit der GGS Augustastraße
Oberhausener Str. 208
45476 Mülheim a. d. Ruhr
Beginn: 9:00 Uhr
Anmeldung und nähere Informationen unter:
biene@aktuelles-forum.de
oder 0173/4833065 oder 0209/15510-0

Mittwoch, 04. Dezember, 2013
Metropole 1000 Königinnen – Workshop in Kooperation mit dem
Umweltzentrum Bochum
Alsenstraße 27, 44789 Bochum
Beginn: 19 Uhr
Anmeldung und nähere Informationen unter:
biene@aktuelles-forum.de
oder 0173/4833065 oder 0209/15510-0


Globalized Identities

Globalized Identities – Globalisierung und Medienkompetenz

Zeitraum: 2011 – 2016

Projektergebnisse:

Unter dem Projekttitel ‚Globalized Identities’ werden sechs Veranstaltungen pro Jahr vier tragende Einheiten erarbeitet:

„Ich“ als Teil der globalisierten Welt

Zu Beginn des Seminars geht es um die Frage, welche Rolle jede/r Einzelne im Gesamtkontext des weltweiten Warenstroms und der Weltöffentlichkeit spielt. Mittels Brainstorming, Recherchephasen und Erfahrungsberichten wird die Herkunft und die Produktionsweise verschiedenster Lebensmittel und Kleidungsstücke recherchiert und von den Teilnehmenden referiert. Einzelne reflexive Inputeinheiten klären zudem über das Pro und Contra der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Globalisierung auf. Dazu dienen auch ExpertInnengespräche, welche medial festgehalten werden, um sie in der vierten Einheit im Blog zu verwerten.

Die eigenen Daten im Netz

Die Teilnehmenden werden mit den zuvor recherchierten privaten Daten und Informationen über sie aus dem Internet konfrontiert. Durch Reflexion, Erfahrungsbeispiele, Aufklärung und Onlinerecherche wird so ein sensibler Umgang mit dem Internet vermittelt, der für den weiteren Verlauf der Veranstaltung von fundamentaler Bedeutung ist. Unterstützt wird der Effekt noch durch ein kurzes Rollenspiel mit dem Ziel, die möglichen Folgen von Datenmissbrauch aufzuzeigen und zu verstehen.

Informationen im Netz

Es werden Nachrichten aus verschiedenen Ländern zu globalen Themen untersucht, Subjektivität in der Berichterstattung aufgedeckt und verschiedene Propagandamechanismen analysiert. An ausgewählten Beispielen wird die Macht der Medien dargestellt und werden die Möglichkeiten zur Handlung und Meinungsäußerung offengelegt und erprobt. Dazu wird im Plenum ein globales Thema gewählt, nach dem recherchiert wird und welches anschließend mit Hilfe vielfältiger medialer Mittel, wie Blogs, Twitter, Foren, Fotos, Podcasts und Kurzfilmen be- und verarbeitet wird. Sowohl die Recherche der Teilnehmenden, als auch Interviews mit ExpertInnen, KritikerInnen und BefürworterInnen der Globalisierung stehen dabei im Mittelpunkt. Hierbei ist die zielgruppengerechte und nachhaltige Methodenwahl bedeutend: alles wird mit Mitteln festgehalten, die problemlos außerhalb des Seminarkontextes von den Telnehmenden genutzt werden können, wie beispielsweise dem Handy, der Digitalkamera und dem Computer. Ebenso wird als Software für die Fotobearbeitung und den Schnitt ausschließlich Freeware benutzt, um die nachhaltige Handlungsfähigkeit der Teilnehmenden zu gewährleisten.

Das eigene Produkt im Netz

In einer Redaktionssitzung im Plenum werden im Anschluss die erstellten Ergebnisse in einem selbsterstellten Blog präsentiert. Die Fähigkeit, mit geringen Mitteln einen Blog oder ein Forum zu erstellen, bringt eine bedeutende demokratische Handlungsfähigkeit mit sich. Die sechs Einzelprojekte arbeiten dabei nacheinander weiter an demselben Blog, so dass am Ende eines jeden Jahres ein vielfältiges Onlineprodukt zum Thema Globalisierung, namentlich ‚Globalized Identities‘, entsteht, auf welchem sichTextbeiträge, Videos, Podcasts, Links, Wikis, Tweets etc. sammeln.

Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro:
Verena Reichmann, 0209/1551020 v.reichmann@aktuelles-forum.de


City Caches

City Caches – Dem Ruhrgebiet verbunden

City Caches ist ein Geocaching Programm für junge Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Unter dem Motto „Dem Ruhrgebiet verbunden“ machen sich junge Menschen auf den Weg durch das gesamte Ruhrgebiet um neue und besondere Orte kennen zu lernen. In 5-tägigen Seminaren erkunden sie Orte aus ihrem direkten Lebenszusammenhang vom Jugendamt bis zum Jugendzentrum, von der Schule bis zum Sportplatz. Mit einem GPS-Geräte werden diese Orte festgehalten, so dass auch andere Sucher diese Orte schnell mit Hilfe der Geocaching-Methode finden können. Durch verschiedene GPS-Caches entsteht ein Netz über das gesamte Ruhrgebiet, mit wichtigen Orten für Jugendliche und junge Erwachsene.

Zielgruppe:

Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 25 Jahren (mit und ohne Fluchterfahrung)

Inhalte der Seminare:

  • Soft Skills: Kennenlernen, Selbstwahrnehmung, Kommunikation, Kooperation
  • Situationsanalyse: persönlich, beruflich, gesellschaftliche Auseinandersetzung
  • Politische Bildung: Demokratie, Menschenrechte, Werte und Normen in Deutschland
  • Kulturelle Bildung: Vergleich von unterschiedlichen Herkunftskulturen und Auseinandersetzung mit der Herkunftsgeschichte
  • Medienkompetenz: Umgang mit GPS Geräten, eigene Caches legen, Internetrecherche
  • Kennenlernen anderer Orte
  • Aufbau eines ruhrgebietsweiten Geocaching-Netzwerkes

Kosten:

Die Seminare sind für die Teilnehmenden und die Kooperationspartner kostenlos.

Es sind noch 5 Seminare in diesem Jahr geplant.

Hier findet ihr bereits gelegte Caches und Informationen zu Geocaching: Geocaching-City Caches

Hier sind einige Eindrücke von City Caches 2017


Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro:
Mohamed Ali Saidi
0209/1551022
m.saidi@aktuelles-forum.de


Empowered by Democracy

Das aktuelle forum führt in Kooperation mit dem Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) das Projekt „Empowered by Democracy“ durch. Gefördert ist das Projekt aus Mitteln des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Bei diesem Projekt sollen junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund in die Angebote der politischen Bildung einbezogen werden und einen Raum für Austausch, Lernen und Diskussion zu Themen des gemeinsamen Zusammenlebens bekommen. Hierbei sollen die möglicherweise unterschiedlichen Perspektiven auf Themen und die deutsche Gesellschaft offengelegt werden und Teil des Austausches sein. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollen während des Projekts die Möglichkeit haben, ihre eigene Haltung, die der anderen und die Identitäten zu reflektieren. Wir nähern uns der kulturellen und sozialräumlichen Vielfalt sowie den verschiedenen Perspektiven darauf.

2017 führten wir im Rahmen dieses Projektes die Seminarreihe „Miteinander in #Marxloh“ durch. Jugendliche und junge Erwachsene erlebten durch die Arbeit im Projekt wie eine persönliche aktive Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen möglich ist, erfahren die Unterschiedlichkeit von Lebenssituationen, von Werten und Normen, Religionszugehörigkeiten usw. Im Projekt soll es den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusätzlich ermöglicht werden, sich mit Orten, Vereinen, Institutionen innerhalb der Stadt auseinanderzusetzen, Erfahrungen zu sammeln und durch verschiedene Medienprodukte ein Informationsnetzwerk für andere Jugendlichen und junge Erwachsene zu entwickeln.

2018 bauen wir auf den Ergebnissen auf und bilden junge Geflüchtete in Kooperation mit dem Freizeitwerk Welper zu Multiplikator*innen der politischen Bildung aus. Sie erwerben Kompetenzen, die sie befähigen, politische Bildung mitzugestalten. Gemeinsam mit anderen konzipieren und leiten sie Workshops zu selbst gewählten Themen und ermöglichen so neue Perspektiven auf Staat, Gesellschaft und jugendliche Lebenswelten wie Schule, Unterkunft, Stadtteil oder Ausbildungsplatz. Sie werden ermutigt und gestärkt, ihr Recht auf Teilhabe an der Gestaltung der demokratischen Migrationsgesellschaft wahrzunehmen.


Die Maßnahme findet im Rahmen des Projekts „Empowered by Democracy“ des Bundesausschuss politische Bildung (bap e.V.) statt. Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“

Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro: Birgit Uhing, 0209/1551014 b.uhing@aktuelles-forum.de


Jugend partizipiert

Unser Projekt mit der Herbert-Grillo-Gesamtschule in Duisburg-Marxloh geht in die 5. Runde!

Im Projekt „Jugend partizipiert: Lebens- und Erwerbsweltorientierung im städtischen Sozialraum“ geht es um Möglichkeiten der Jugendpartizipation auf kommunaler Ebene. Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte oder Bildungsbenachteiligung machen im Rahmen des Projektes eigene, alltägliche Probleme und Herausforderungen selbst zum Thema. Sie erarbeiten, wie sie sich direkt beteiligen können, und setzen dies konkret um. Das Projekt befähigt Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte oder Bildungsbenachteiligung sich an der Gestaltung ihres kommunalen Umfeldes zu beteiligen. Sie alle sollen die gleiche Chance haben, unabhängig von ihrer unterschiedlichen kulturellen, religiösen, sozialen und ethnischen Herkunft. Bestehende Ungleichheiten, z.B. in dem Zugang zu Partizipationsmöglichkeiten, werden durch das Projekt verringert. Jugendliche erhalten in dem Projekt die Möglichkeit, ihre Probleme und Herausforderungen mit ihren Ideen anzugehen, um so selbstverantwortliches Handeln zu lernen und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit zu machen.

Als ein Teilziel wird die Fähigkeit angestrebt, zu selbständigen und begründeten Urteilen über politische Ereignisse und Probleme ihres Lebensumfeldes zu kommen und angemessen und wirkungsvoll auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Schüler*innen erwerben so Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie ermächtigen, sich an sie betreffenden demokratischen Prozessen der Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung zu beteiligen und die Chancen und Grenzen der Einflussnahme auf die Gestaltung von politischen und gesellschaftlichen Situationen zu erkennen. Dazu gehört unserer Erfahrung nach als Grundlage politisches Faktenwissen, um Demokratie kognitiv erfassen zu können, bevor erfolgreich politisch agiert werden kann.

Die Themen der letzten Jahre waren:

  • Schuljahr 2013 / 2014 Schutz des Schulhofes vor Vandalismus und Vermüllung
  • Schuljahr 2014 / 2015 Neugestaltung des direkten Schulhofumfeldes (den Abschlussbericht finden Sie hier)
  • Schuljahr 2015 / 2016 Flüchtlinge / Rassismus bei der Polizei
  • Schuljahr 2016 / 2017 Eine Eisdiele für Marxloh

2015 / 2016 beschäftigten sie sich mit dem Thema „Flucht“ und der Situation der Geflüchteten vor Ort. Dabei stellten sie sich die Frage, was sie selbst tun können, um deren Lage zu verbessern. Durch Netzwerkarbeit und Spendenaktionen schafften sie es, 15 dringend benötigte Wäscheständer an Erstaufnahmeeinrichtungen in Duisburg zu übergeben und engagierten sich in der Kleiderkammer der Caritas sowie in Arbeitskreisen.

Dafür wurden sie nun vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als „vorbildlich“ eingestuft und bekamen ein Preisgeld in Höhe von 3.000€.

An dieser Stelle gibt es einen kurzen Bericht zur Preisübergabe am 11. Mai 2017 im Historischen Rathaus in Paderborn.

Im letzten Schuljahr setzten sich die Jugendlichen mit dem Thema „Eisdiele für Marxloh“ auseinander. Was auf den ersten Blick unpolitisch erscheint, ist in Wirklichkeit hochpolitisch und brisant: es geht um die Bereitstellung jugendgerechter Räume im Stadtteil sowie um das Image Marxlohs, das als „No-go-area“ oder bestenfalls als Brautmodenmeile wahrgenommen wird.

Es wird also deutlich: Für die Schüler*innen stehen vor allem lokalpolitische Themen im Vordergrund. Bisher brannte den Jugendlichen – bis auf das Schuljahr 2015 / 2016 – das Thema „jugendgerechte Räume im Stadtteil“ als übergreifende Klammer am meisten auf den Nägeln.

„Jugend partizipiert“ ist ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung NRW, in Kooperation mit dem aktuellen forum. Das Projekt wird gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen, dem Europäischen Sozialfonds und der Landeszentrale für politische Bildung.


Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro: Birgit Uhing, 0209/1551014 b.uhing@aktuelles-forum.de


European Youth Voice

Your words, your opinions, your text online. An international online newspaper for young Europeans by young people Unternehmensübersicht

Youth Voice

European Youth Voice project was initiated by aktuelles forum from Gelsenkirchen/Germany and launched in 2006. The latter is a recognized management agency for further political education and training and was founded in 1968 to offer young people a forum for political discussion that is not party-specific but open for all.

The idea of an international internet newspaper came up in different international projects where young participants expressed the wish to have a platform where young people can exchange their perspective about their Europe, their countries and their lives to each other. The main goal of this project is to create a ‘Young European Public’ and to promote peaceful living in democratic Europe.

Your words, your opinions, your text online.

This slogan describes the idea of European Youth Voice. Young Europeans have the possibility to express themselves to a young public. Subscribers write their own articles for this European internet magazine about young people and for young people in Europe. Authors and target group are the same.

Contributors are given the possibility to write about whatever they desire. Topics include recent events in Europe, articles about home and also about oneself. Since 2006 European Youth Voice has held a yearly editorial staff meeting for all of the contributors to attend, if they wish, and meet each other offline in a European town.

aktuelles forum

aktuelles forum is a registered non-profit organisation based in Gelsenkirchen/Germany. The main focus of its operations is the Ruhr district, but aktuelles forum is also carrying out international projects. aktuelles forum works in the field of projects to prevent the dissemination of right-wing extremist tendencies and European youth projects against violence, racism as well as war and antagonism during World War II and gender competence.

Cooperation

Aktuelles forum works with partner organizations in different European countries together. Links to the partner organizations can be found at the bottom of the main page.

Since 2010 aktuelles forum and the Fachhochschule Gelsenkirchen’s Institute of Journalism and Public Relations collaborate for this project. Every semester a small group of students work on European Youth Voice with a different task to improve the project.

Sponsors

The European Youth Voice is funded by the Centre for Civic Education of the State of North Rhine-Westphalia, Germany and the Youth in Action Programme of the European Union.

Publications

Ansprechpartner/in:


Werkstattgespräche

Werkstattgespräche- Internationale Mobilität am Übergang

Grenzen überschreiten – Internationale Mobilität am Übergang

Die Vorbereitungen für das Werkstattgespräch in Baden-Württemberg konkretisieren sich: Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit e.V., der Landeshauptstadt Stuttgart und der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart e.V. statt. Das Gespräch wird am 14. Dezember 2017 stattfinden.

Grundidee

Es geht darum, zentrale Akteure der verschiedenen Rechtskreise und Aktivitäten auf dem Werkstattgespräch zusammen zu bringen. Verschiedene Akteure stellen (als Best Practice) ihre Mobilitätsangebote am Übergang (SGB II, III, VIII) vor. Dabei geht es um die Fragestellungen: wie können rechtskreisübergreifend internationale Maßnahmen gelingen? Welche Erfahrungen gibt es mit welchen Akteuren (Jugendamt, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Arbeitgeber)? Welche Voraussetzungen waren notwendig, damit die Projekte gelingen konnten? Was müsste getan werden, um die Umsetzung zu erleichtern und mehr Maßnahmen zu ermöglichen?

Hieraus sollen einerseits Impulse für die jeweilige Kommune/ das Land entstehen ebenso wie längerfristige Impulse für andere Regionen, die bisher noch kaum Erfahrung mit Mobilitätsmaßnahmen im Übergang haben.

2017

10.05.2017: Werkstattgespräch Dresden

Bericht zu den Werkstattgesprächen

2016

Im Rahmen des Projektes sind in 2016 Werkstattgespräche in Berlin und Niedersachsen durchgeführt worden.

Ausblick

Für das kommende Jahr plant das af die Fortführung der Werkstattgespräche in Baden-Württemberg und Sachsen. Weitere Details dazu folgen!

Aus den Ergebnissen der gesamten Werkstattgespräche entsteht eine Handreichung mit Empfehlungen für die Umsetzung von Mobilitätsangeboten am Übergang. Diese soll einerseits anderen Akteuren und Regionen zur Verfügung gestellt werden. Andererseits sollen die Erkenntnisse in die Bund-Länder-AG zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie eingespeist werden. Hierfür liegt die Federführung bei der Service- und Transferstelle EU-Jugendstrategie von Jugend für Europa.

Zum Hintergrund

Auf Bundesebene wurden Prozesse für Mobilitätsangebote auf unterschiedlichen Ebenen angegangen. Mehr denn je stehen junge Menschen vor der Aufgabe in einer globalen Welt aufzuwachsen. Damit einher steigen die Erwartungen an Mobilität und Auslandserfahrung immer mehr – vor allem in der Berufswelt. Dieses Problem trifft besonders bildungsbenachteiligte junge Menschen, denn es sind vor allem Gymnasiast*innen, die von grenzüberschreitenden Austauschen profitieren. Zahlreiche Studien belegen, dass z.B. die Teilnahme an internationalen Jugendaustauschprogrammen, eine nachhaltige positive Wirkung auf die Persönlichkeitsbildung ausübt. In Anbetracht dessen sollen alle Zielgruppen von internationaler Jugendarbeit profitieren und allen die Chance eingeräumt werden daran teilzuhaben.

Mitte März 2015 hat auf Einladung des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Expert*innenrunde getagt, die beraten hat, das Thema nicht übergeordnet sondern regional anzugehen, da so mehr auf die individuellen Profile der regional agierenden Akteure eingegangen werden kann. Daraus ist die Idee für sogenannte Werkstattgespräche entstanden. Akteure vor Ort auf kommunaler/ Bezirks- und Landes–Ebene sollen ins Gespräch kommen, um einerseits erfolgreiche Maßnahmen auszutauschen und in Diskussion zu kommen, wie internationale Angebote für junge Menschen im Übergang ausgebaut werden können. Das Konzept und die Umsetzung sind verankert in der AG international mobil zum Beruf , die vom aktuellen forum federführend begleitet wird. Ein Pilotprojekt in Hamm hat bereits im Juni 2015 gezeigt, dass dieser regionale Ansatz erfolgreich ist.

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an:
Miriam Jusuf
Tel.: 0209- 15510 13
m.jusuf@aktuelles-forum.de


AG International mobil zum Beruf

Forschung und Praxis im Dialog

In 2018 wird die Arbeit der AG im Rahmen von Forschung und Praxis im Dialog (FPD) wissenschaftlich begleitet. Weitere Informationen zu FPD findet man hier: Forschung und Praxis im Dialog

Sebastian Zick als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Europa-Universität Flensburg wird diese Evaluation übernehmen und in diesem Jahr einen Bericht über die Entwicklung sowie Perspektiven der AG erstellen.

Das Projekt im Rahmen von FPD wird aus Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.

Nächstes AG Treffen:

Ein Termin ist für den Sommer 2018 geplant. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Letztes AG Treffen:

Das Treffen fand am 20.03.2017 von 11-15 Uhr in Bonn statt.

Veranstaltungsort:

Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS), Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung

Die Protokolle zu den Sitzungen können bei Miriam Jusuf angefragt werden.

Neben der bundesweiten Weiterentwicklung der AG war von 2015-2017 die Begleitung von Werkstattgesprächen der Schwerpunkt der AG.

Newsletter:

Mit einem regelmäßigen Newsletter wollen wir Sie und euch auf interessante Veranstaltungen, Termine oder Ausschreibungen hinweisen. Rückmeldungen und Anregungen sind herzlich willkommen! Falls Sie oder Ihr ebenso relevante Informationen für die AG Mitglieder haben, bitte bei Miriam Jusuf melden.

Bisher sind folgende Newsletter erschienen:

06/2017

09/2017

Veröffentlichungen:

Die AG International mobil zum Beruf hat in 2015 sowohl ein Positionspapier zur Qualitätssicherung der internationalen Jugendarbeit im Übergang entwickelt als auch eine politische Stellungnahme zur Durchführung von internationaler Maßnahmen mit jungen Menschen am Übergang.

Positionspapier AG International mobil zum Beruf

Stellungnahme der AG international mobil zum Beruf zur Durchführung internationaler Maßnahmen mit jungen Menschen im Übergang

Hintergrund und Entstehung der AG

Im Herbst 2013 gründeten unter der Federführung des aktuellen forums Akteure verschiedener Bundesländer rechtskreisübergreifend die Arbeitsgemeinschaft International mobil zum Beruf. Seit 2015 ist die bundesweite AG Teilinitiative von JiVE

Politisches Ziel ist es, internationale Mobilität zum integralen Bestandteil jeder berufsbildenden oder arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahme oder der Jugendarbeit werden zu lassen. Fachliches Ziel ist es, die für eine erfolgreiche Umsetzung nötigen Rahmenbedingungen zu beschreiben und so eine qualitätsvolle Arbeit zu ermöglichen. Die AG International zum Beruf zielt darauf,

  • die regelmäßige und regelhafte Durchführung von Mobilitätsprojekten innerhalb von berufsbildenden oder arbeitsmarktpolitischen Fördermaßnahmen oder in der Jugendarbeit zu implementieren,
  • dabei die originären Zielsetzungen der jeweiligen Rechtskreise (SGB II, III, VIII) zu wahren und die jeweiligen Verantwortlichen dieser Rechtskreise für dieses Themengebiet zu interessieren und einzubeziehen sowie
  • die Vernetzung und den Austausch zwischen den Aktiven auf Bundesebene zu fördern.

Ansprechpartner/in:

Markus Schröder
aktuelles forum e.V.
Tel: 0209 15510-15
m.schroeder@aktuelles-forum.de