Lost Stories Lost Places- Filmprojekt

Innerhalb des Projektes Lost Stories Lost Places haben wir in vier Gruppen Filme erstellt. Zu Beginn des Seminars haben wir uns mit der Technik vertraut gemacht und erste spielerische Aufgaben mit dieser bewältigt. Des Weiteren haben wir Treatments erstellt und in der Gesamtgruppe besprochen.

Für unsere Filmszenen haben wir uns den Ort Dinslaken – Lohberg ausgesucht, denn die Lokation bietet viel Geschichtlichen Hintergrund.

Unsere vier Filme sind sehr unterschiedlich und je nach Interessen der Teilnehmer*innen gestaltet. Es geht einmal um die Zerstörung 1944/1945, die Zeche Lohberg im Wandel der Zeit und das Ledigenheim. Eine Gruppe fand das Gelände für einen Horrorfilm (zur Zechenwerkstatt) geeignet.

 

Die Filmpremiere findet am 27.09.2020 um 16:00 Uhr auf unserem  af – you tube Kanal statt.


Erinnerungskultur 11.-13.08.2020

In Kooperation mit der Ruhrwerkstatt Kultur- Arbeit im Revier e.V. wurde das Seminar Erinnerungskultur im Rahmen des Projektes Lost Stories Lost Places angeboten.

Die Ruhrwerkstatt Kultur- Arbeit im Revier e.V bietet jungen Menschen eine Orientierung im Bereich der Arbeitswelt und die Chance, ihre Neigungen und Talente, ihre Stärken aber auch ihre Grenzen kennen zu lernen. Dazu gehören auch Angebote der politischen Jugendbildung.

Es wurde sich zum Ziel gesetzt, den Teilnehmenden ein Gefühl zu geben, was Rassismus überhaupt ist, dass Vorurteile erkannt werden und das Bewusstsein für Erinnerungskultur zu aktivieren. Dazu wurde sich mit dem Begriff Rassismus befasst und die Teilnehmer*innen haben ihre ersten Gedanken und Ideen dargestellt. Dabei wurde von den Teilnehmern immer wieder etwas Neues entdeckt, worüber dann frei geredet und diskutiert werden konnte. Dabei wurden Vorurteile und auch das Einteilen von Menschen in Kategorien erkannt. Zudem wurde sich mit Entstehung von Rassismus geschichtlich auseinandergesetzt.

Durch aktivierende Methoden der politischen Bildung konnte Erinnerungskultur lebendig werden. Um ein Bewusstsein für die Erinnerungskultur zu schaffen wurden Stolpersteine mit den Teilnehmer*innen besucht. Für Abwechslung und Motivation wurde es mit dem Finden von Geocaches kombiniert. Die Teilnehmenden konnten dabei selbst Geschichte entdecken und erleben, wie eine persönliche aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen wie der Erinnerungskultur möglich ist.


Methodenschulung

Vom 31.07.-01.08.2020 hatten wir eine Methodenschulung. Wir sind Leiter*innen in der Verbandlichen Jugendarbeit in Duisburg. Innerhalb der Methodenschulung haben wir uns unter anderem mit dem Anlegen von Geocaches, dem Gestalten von Actionbounds und Drama Games/ Liverollenspielen. Des Weiteren haben wir uns mit der Installation und dem Einsatz von Escape Rooms beschäftigt. Wir bekamen Zugang zu neuen Aktivierungsformen in der (Kinder)- und Jugendbildung und konnten die eigenen Methoden und Fähigkeiten erweitern. Ganz Interessant fanden wir die Möglichkeit – Geocaches mit geschichtlichen Hintergründen zu legen. Dazu wurde uns das Projekt Lost Stories Lost Places vorgestellt.

Gemeinsam haben wir dann den Cache „Ehemalige Brotfabrik Germania“ gelegt https://coord.info/GC8XQJQ

Hier einige Informationen zum Ort:

Brotfabrik „Germania“

Die Duisburger Brotfabrik „Germania“ lieferte neben Brot auch Anti-NS-Publikationen aus. Die Fabrik wurde zur Zentrale des sozialdemokratischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Hinweis auf ein Hörspielprojekt https://soundcloud.com/freigesprochen/horspiel-brotfabrik-germania

Hier findet Ihr ein Video von der Ruhrorter „HOFkultur“ zum Thema „ Die Widerstandsgruppe um die Brotfabrik „Germania“ in Duisburg-Hamborn gegen die Nationalsozialisten“ https://www.youtube.com/watch?v=onOtr4VOLiY

 

Weitere Informationen zu dem Thema:

http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/hermann-runge/DE-2086/lido/57cd23e7446d15.13931610

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/die-duisburger-brotfabrik-lieferte-neben-brot-auch-anti-ns-publikationen-aus/DE-2086/lido/dc00019120

 

Wir fanden es sehr spannend, mehr über den Ort zu erfahren, denn wir kannten das Gebäude schon in unserer Kindheit.

Da gab es dort unter anderem Spielzeug!


Ausschreibung: Gedenkstättenfahrt zu den ehemaligen Emslandlagern und KZ Bergen-Belsen

Seminar: 23. – 24.11 2018
Seminar- Nr.: 18141
Titel: Vom Gestern zum Heute
Veranstaltungsart: Zweitagesveranstaltung
Zielgruppe: interessierte Jugendliche und junge Erwachsene

Kurzbeschreibung:

Das aktuelle forum hat bereits seit vielen Jahren Erfahrung in der europäischen Gedenkstättenarbeit. Dabei ist uns wichtig, dass die grausamen historischen Verbrechen des Nationalsozialismus nicht allein als Eindruck verbleiben, sondern ein aktueller Bezug geschaffen wird.

Die Gedenkstätte Esterwegen ist ein europäischer Gedenkort, der an alle 15 Emslandlager und ihre Opfer erinnert. Im Seminar wird die Geschichte des bekanntesten der Emslandlager – Esterwegen – exemplarisch für die Konzentrationslager für politische Gefangene bearbeitet. Politische Gefangene aus dem Ruhrgebiet wurden vor allem nach Esterwegen verbracht, so dass ein Bogen zum eigenen Umfeld geschlagen werden kann. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf dem Umgang der Zivilbevölkerung mit dem Lager in ihrer direkten Nachbarschaft liegen. Das ehemalige KZ Bergen-Belsen – zunächst als Kriegsgefangenenlager genutzt – ist vor allem durch die vielen Toten durch katastrophale hygienische Zustände in den letzten Kriegstagen bekannt geworden, unter anderem auch Anne Frank und ihre Schwester Margot. Die meisten der Toten waren jüdische Menschen, die entweder zum Austausch mit Internierten im Ausland festgehalten wurden oder als „nicht mehr arbeitsfähig“ galten.

Ziele der Gedenkstättenfahrt sind, neben der Bildung eines historischen und politischen Basiswissens, vor allem die Auswirkungen des Versagens jeglicher sozialer und ethischer Kontrollmechanismen in einer gleichgeschalteten Gesellschaft aufzuzeigen. Die Fähigkeit, Dinge zu hinterfragen, sich eine eigene Meinung zu bilden und die Kompetenz, „Nein“ sagen zu können und sich somit als selbstbestimmt handelndes Mitglied dieser Gesellschaft zu empfinden, sind Schlüsselkompetenzen, die besonders im direkten und interaktiven Erleben vor Ort vermittelt werden können.
Die Zielsetzung der Gedenkstättenfahrt beinhaltet die:

  • Schaffung eines historischen und politischen Basiswissens
  • Auseinandersetzung mit der politischen Verfolgung Andersdenkender durch erlebbare Methoden
  • Bildung von Geschichtsbewusstsein: eine Verbindung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft herstellen
  • Sensibilisierung für Ausgrenzungs- und Stigmatisierung-Mechanismen
  • Auseinandersetzung mit dem Leben in Diktaturen und mit Menschenrechten
  • Förderung von Empathie und interkultureller Kompetenz
  • Förderung der Zivilcourage und der Kompetenz, sich selbst als selbstbestimmt handelndes Mitglied dieser Gesellschaft zu empfinden.
  • Erweiterung der Zugänge zu historisch-politischer Bildung
    • Stärkung der politischen Beteiligung; kritische Beurteilung politischer Vorgänge; Persönlichkeitsentwicklung

Teilnahmegebühr: 55€


Gedenkstättenfahrt „Erinnerung als Chance für Zivilcourage“

Das Projekt Lost Stories Lost Places hat in Kooperation mit der Servicestelle für mehr internationale Jugendarbeit des aktuellen forums das Projekt einer Gedenkstättenfahrt mit der Spurensucher AG der Gesamtschule Buer Mitte erfolgreich durchgeführt.

In der Zeit vom 25.06.18 bis zum 28.06.18 besuchten die Spurensucher die Hauptstadt Berlin und haben durch ein vielfältiges Programm an den Nationalsozialismus erinnert. Das Projekt Gedenkstättenfahrt begann mit dem Besuch der Blindenwerkstatt Otto Weidt, wo die Schüler*nnen einen Eindruck bekommen konnten, wie Verfolgte zur Zeit des Nationalsozialismus im Untergrund lebten und versteckt wurden.

Das Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg stand am zweiten Tag der Fahrt auf dem Programm. Hier wurde den Schüler*nnen aufgezeigt, was mit den Juden und anderen verfolgten Menschen im Konzentrationslager geschehen ist. Vor einigen Jahren waren die Spurensucher bereits im Konzentrationslager Sachsenhausen und haben dort mit Herrn Kuzba, einem Zeitzeugen das KZ erkundet und blieben auch über Jahre in regen Kontakt.

Das Holocaust Denkmal, als Ort der Erinnerung, sollte die Schüler*nnen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist an die Verfolgung, die Vergasung und die Unmenschlichkeit zur Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern, damit diese schrecklichen Taten nicht wiederholt werden.

In der Gedenkstätte Deutscher Widerstand wurde in der Führung eindrucksvoll aufgezeigt, dass es Menschen gab, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam Widerstand gegen das Regime zu leisten.
Die Gedenkstättenfahrt hat einen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen. „Ich finde es wichtig, dass an diese schreckliche Zeit erinnert wird, obwohl sie schon einige Jahre zurückliegt“.