Die zweite Geschichte des Nationalsozialismus

Die Anstrengungen, demokratische Normalität in Deutschland nach 1945 wiederherzustellen, waren anfänglich nur von sehr zaghaften Versuchen geprägt, die vorangegangenen Menschheitsverbrechen zu "verstehen" und ihre Voraussetzungen zu beseitigen.
Die Nachfolgestaaten des NS-Systems gründeten ihre Daseinsberechtigung zwar auf den Bruch mit dem Nationalsozialismus und dem Krieg – aber auf sehr unterschiedliche Weise und stets begleitet von Gegenrede und Verdrängung. Zumeist handelte es sich bei der Aufklärung um Minderheiten-Projekte, und sie nutzten die verschiedensten Medien: unter anderem Bildungswesen, Massenmedien, Ausstellungen und Gedenkstätten, Literatur, Wissenschaft und Justiz. Skandale erwiesen sich mehrfach als Beschleuniger von Lernprozessen.
In dieser Seminarwoche werfen wir prüfende und vergleichende Blicke auf einige Zeugnisse dieser widersprüchlichen und oft unzureichenden Anstrengungen, den von den Meisten ersehnten „Schlussstrich“ unter die Vergangenheit zu vermeiden, und diskutieren mögliche Folgerungen für die aktuelle Geschichtskultur.


Unsere Tagungsstätte – die „Akademie am Meer“ – ist eine Gründung der Jugend- und der Lebensreformbewegung, und liegt abseits anderer Orte im Sylter Norden in den Dünen und zugleich direkt am Meer.
Die Unterbringung erfolgt in z. T. in den Dünen verteilten schlichten Einzel- und Doppelzimmern ohne Drei-Sterne-Standard (fließend Warm-Wasser, aber keine Toiletten und Duschen in den Zimmern). – Nähere Informationen zur Tagungsstätte finden Sie unter www.akademie-am-meer.de.

Der Bildungsurlaub wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung

Beginn

29.05.2022 um 17:00 Uhr

Ende

03.06.2022 um 14:00 Uhr

Leitung

Herr Paul Ciupke
Herr Norbert Reichling

Ort

Sylt

500 €

mit Übernachtung
Preis inkl. MwSt.

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Anmeldung bis: 31.12.2021
Teilnehmer: 10 bis 23
Seminar-Nummer: BU-22-02
Themenfeld: Erinnerungskultur