Sachsenhausen: Verbrechen vor den Toren der Hauptstadt

Beschreiung:

In dieser Veranstaltung begeben sich die Teilnehmenden auf Spurensuche durch die Vergangenheit im ehemaligen Konzentrationslager Sachsenhausen vor den Toren der heutigen Bundeshauptstadt. Dafür setzen sie sich am authentischen Lernort mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte auseinandersetzen.

Sie erleben ein intensives Workshopprogramm, welches durch die Mitarbeitenden der Gedenkstätte kompetent angeleitet und durchgeführt wird. Dabei wird mit authentischen Quellen gearbeitet, wichtige Themen wie die Zwangsarbeit in den Außenlagern angesprochen und auch über die heutige wie zukünftige Ausgestaltung der deutschen Erinnerungskultur diskutiert.

Ziel der Gedenkstättenfahrt ist es, neben der Vermittlung geschichtlichen Wissen, die Gefahren rechten Gedankenguts und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aufzuzeigen. Insbesondere angesichts eines Erstarkens rechter und nationalistischer Positionen in Europa soll ein klares Signal für das Miteinander und gegen Abschottung und Nationalismus gesendet werden.


Auswahl Lernziele:

Wissen

Die Teilnehmenden können grundlegende Fakten über das Konzentrationslager Sachsenhausen und seine Geschichte benennen.

Die Teilnehmenden können die wichtigsten Ereignisse und Persönlichkeiten der NS-Zeit sowie die Bedeutung von Zwangsarbeit und die Funktionsweise der Außenlager beschreiben.

Verstehen

Die Teilnehmenden können die Zusammenhänge zwischen der nationalsozialistischen Ideologie, der Funktionsweise der Konzentrationslager und der Rolle von Sachsenhausen im NS-System erklären.

Die Teilnehmenden können die Bedeutung der Erinnerungskultur und deren Entwicklung in Deutschland verstehen.

Anwenden

Die Teilnehmenden können das erworbene Wissen in Diskussionen über historische und aktuelle Themen im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur anwenden.

Die Teilnehmenden können Methoden zur kritischen Auseinandersetzung mit rechten Ideologien und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in ihrem eigenen Umfeld anwenden.

Analysieren

Die Teilnehmenden können die verschiedenen Aspekte und Mechanismen der NS-Zeit und des Konzentrationslagersystems analysieren und deren langfristige Auswirkungen auf die heutige Gesellschaft untersuchen.

Die Teilnehmenden können die Rolle und Bedeutung der Erinnerungskultur in der deutschen Gesellschaft kritisch analysieren und reflektieren.

Evaluieren

Die Teilnehmenden können die Wirksamkeit unterschiedlicher Ansätze zur Aufarbeitung und Erinnerung des Holocaust bewerten und einschätzen.

Die Teilnehmenden können ihre eigenen Lernprozesse und die Relevanz der behandelten Themen für ihre persönliche und gesellschaftliche Bildung kritisch reflektieren und bewerten.

Kreieren

Die Teilnehmenden können eigene Projekte oder Initiativen entwickeln, die das Bewusstsein für die Geschichte des Holocaust und die Bedeutung der Erinnerungskultur fördern und stärken.

Die Teilnehmenden können kreative Methoden und Ansätze entwerfen, um das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und die Bedeutung der Aufarbeitung in ihrer Umgebung zu erhöhen und zu verbreiten.

Beginn

06.07.2026 um 06:30 Uhr

Ende

10.07.2026 um 19:30 Uhr

Leitung

Lea Coenders

Ort

Berlin

255 €

mit Übernachtung
Preis inkl. MwSt.

Ausgebucht
Buchung nicht möglich

Anmeldung bis: N.N.
Teilnehmer: 25 bis 27
Seminar-Nummer: 26771
Themenfeld: Erinnerungskultur
Verantwortlich: Benedikt Schmitt