Save the date: 7.12.2020

Liebe Mitglieder, liebe Kooperationspartner, liebe Honorarkräfte und liebe Freunde des aktuellen forums!

Am 07. Dezember 1970 besuchte der damalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Willy Brand anlässlich der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags Polen. Wie geplant legte er am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos einen Kranz nieder. Doch dann sank er auf die Knie, verharrte eine Weile und bat mit dieser schlichten Geste die polnische Bevölkerung, aber auch Juden in aller Welt um Vergebung für die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs.

50 Jahre später ist das ikonografische Bild von Willy Brand vielen bekannt. Diese Geste steht heute für eine Annäherung von Deutschland und Polen, eine neue Ostpolitik, die im weiteren Verlauf die europäische Integration ermöglichen sollte. Sie wurde aber auch von konservativen Politikern und Teilen der Bevölkerung in Deutschland kritisiert und beargwöhnt.

Das aktuelle forum lädt an diesem Abend ein, die Wirkung dieses Moments bis in die heutige Zeit mit dem Historiker Prof. Dr. Bernd Faulenbach, Professur für Zeitgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und ehemaliger Vorsitzender der Historischen Kommission des SPD-Parteivorstands zu diskutieren.

Wann? Am 7.Dezember 2020, 18.00 Uhr

Wo? Im Kulturraum „die flora“, Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen

Gerne nehmen wir schon Anmeldungen entgegen. Bitte per E-Mail an info@aktuelles-forum.de


Lost Stories Lost Places- Filmprojekt

Innerhalb des Projektes Lost Stories Lost Places haben wir in vier Gruppen Filme erstellt. Zu Beginn des Seminars haben wir uns mit der Technik vertraut gemacht und erste spielerische Aufgaben mit dieser bewältigt. Des Weiteren haben wir Treatments erstellt und in der Gesamtgruppe besprochen.

Für unsere Filmszenen haben wir uns den Ort Dinslaken – Lohberg ausgesucht, denn die Lokation bietet viel Geschichtlichen Hintergrund.

Unsere vier Filme sind sehr unterschiedlich und je nach Interessen der Teilnehmer*innen gestaltet. Es geht einmal um die Zerstörung 1944/1945, die Zeche Lohberg im Wandel der Zeit und das Ledigenheim. Eine Gruppe fand das Gelände für einen Horrorfilm (zur Zechenwerkstatt) geeignet.

 

Die Filmpremiere findet am 27.09.2020 um 16:00 Uhr auf unserem  af – you tube Kanal statt.


Erinnerungskultur 11.-13.08.2020

In Kooperation mit der Ruhrwerkstatt Kultur- Arbeit im Revier e.V. wurde das Seminar Erinnerungskultur im Rahmen des Projektes Lost Stories Lost Places angeboten.

Die Ruhrwerkstatt Kultur- Arbeit im Revier e.V bietet jungen Menschen eine Orientierung im Bereich der Arbeitswelt und die Chance, ihre Neigungen und Talente, ihre Stärken aber auch ihre Grenzen kennen zu lernen. Dazu gehören auch Angebote der politischen Jugendbildung.

Es wurde sich zum Ziel gesetzt, den Teilnehmenden ein Gefühl zu geben, was Rassismus überhaupt ist, dass Vorurteile erkannt werden und das Bewusstsein für Erinnerungskultur zu aktivieren. Dazu wurde sich mit dem Begriff Rassismus befasst und die Teilnehmer*innen haben ihre ersten Gedanken und Ideen dargestellt. Dabei wurde von den Teilnehmern immer wieder etwas Neues entdeckt, worüber dann frei geredet und diskutiert werden konnte. Dabei wurden Vorurteile und auch das Einteilen von Menschen in Kategorien erkannt. Zudem wurde sich mit Entstehung von Rassismus geschichtlich auseinandergesetzt.

Durch aktivierende Methoden der politischen Bildung konnte Erinnerungskultur lebendig werden. Um ein Bewusstsein für die Erinnerungskultur zu schaffen wurden Stolpersteine mit den Teilnehmer*innen besucht. Für Abwechslung und Motivation wurde es mit dem Finden von Geocaches kombiniert. Die Teilnehmenden konnten dabei selbst Geschichte entdecken und erleben, wie eine persönliche aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen wie der Erinnerungskultur möglich ist.


Methodenschulung

Vom 31.07.-01.08.2020 hatten wir eine Methodenschulung. Wir sind Leiter*innen in der Verbandlichen Jugendarbeit in Duisburg. Innerhalb der Methodenschulung haben wir uns unter anderem mit dem Anlegen von Geocaches, dem Gestalten von Actionbounds und Drama Games/ Liverollenspielen. Des Weiteren haben wir uns mit der Installation und dem Einsatz von Escape Rooms beschäftigt. Wir bekamen Zugang zu neuen Aktivierungsformen in der (Kinder)- und Jugendbildung und konnten die eigenen Methoden und Fähigkeiten erweitern. Ganz Interessant fanden wir die Möglichkeit – Geocaches mit geschichtlichen Hintergründen zu legen. Dazu wurde uns das Projekt Lost Stories Lost Places vorgestellt.

Gemeinsam haben wir dann den Cache „Ehemalige Brotfabrik Germania“ gelegt https://coord.info/GC8XQJQ

Hier einige Informationen zum Ort:

Brotfabrik „Germania“

Die Duisburger Brotfabrik „Germania“ lieferte neben Brot auch Anti-NS-Publikationen aus. Die Fabrik wurde zur Zentrale des sozialdemokratischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Hinweis auf ein Hörspielprojekt https://soundcloud.com/freigesprochen/horspiel-brotfabrik-germania

Hier findet Ihr ein Video von der Ruhrorter „HOFkultur“ zum Thema „ Die Widerstandsgruppe um die Brotfabrik „Germania“ in Duisburg-Hamborn gegen die Nationalsozialisten“ https://www.youtube.com/watch?v=onOtr4VOLiY

 

Weitere Informationen zu dem Thema:

http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/hermann-runge/DE-2086/lido/57cd23e7446d15.13931610

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/die-duisburger-brotfabrik-lieferte-neben-brot-auch-anti-ns-publikationen-aus/DE-2086/lido/dc00019120

 

Wir fanden es sehr spannend, mehr über den Ort zu erfahren, denn wir kannten das Gebäude schon in unserer Kindheit.

Da gab es dort unter anderem Spielzeug!


Aktivierende Methoden der politischen Bildung

Innerhalb unserer Honorarkräfteschulung haben wir uns mit aktivierenden Methoden der politischen Bildung auseinandergesetzt.

Daniel Steinbach vom Waldritter e.V. in Herten hat uns die praxisnahen Beispiele erläutert und zum selber spielen angeleitet. Dazu zählten das Anlegen von Geocaches, das Gestalten von Actionbounds, das Initiieren von Alternate Reality Games und Drama Games/ Liverollenspielen sowie die Installation und der Einsatz von Escape Rooms. Wir bekamen Zugang zu neuen Aktivierungsformen in der Jugend- und Erwachsenenbildung und konnten die eigenen Methoden und Fähigkeiten erweitern.

Wir führen seit vielen Jahren regelmäßig Veranstaltungen der politischen Erwachsenenbildung in Schulen, Berufsschulen und bei Trägern der Jugendsozialarbeit durch. Mit diesen aktuellen Methoden wollen wir die Teilnehmenden unserer Seminare und Projekte für gesellschaftliche und politische Inhalte begeistern.