Informationen zum Projekt

Das Regionale Weimarer Dreieck ist die trilaterale Regionalpartnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen, Hauts-de-France (Frankreich) und Schlesien (Polen). Die Mobilität von Jugendlichen bildet einen zentralen Bereich der Zusammenarbeit. Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2001 findet jährlich eine Jugendbegegnung, auch als Jugendgipfel bekannt, in einer der drei Regionen statt. Das Programm ist sehr vielfältig und die geplanten Aktivitäten richten sich an einem ausgewählten Thema aus, welches jedes Jahr neu bestimmt wird. Die Sprache der Begegnungswoche ist Englisch, lediglich die anspruchsvollen Programmpunkte finden in der jeweiligen Landessprache statt und werden simultan bzw. konsekutiv ins Französische, Polnische und Deutsche übersetzt.

Intenationaler Jugendgipfel 2025 im Regionalen Weimarer Dreieck 

Unter dem Motto „Zukunft aktiv (mit-)gestalten – Smarter durch Gaming?“ trafen sich im August 2025 insgesamt 45 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen, Schlesien (Polen), Hauts-de-France (Frankreich) und der Ukraine in Köln zum Internationalen Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck. Eine Woche lang tauschten sie sich über Zukunftsthemen aus, erlebten interkulturelle Begegnungen und diskutierten mit politischen Vertretern ihrer Regionen.

Der Auftakt begann am 17. August mit der Ankunft der drei Delegationen in Köln. Nach der Begrüßung durch die Staatskanzlei NRW und das aktuelle forum e.V. stand am Abend ein interkulturelles Kennenlernen auf dem Programm. Jede Gruppe stellte ihre Region vor und eröffnete so die gemeinsame Woche in einer offenen und lebendigen Atmosphäre.

In den darauffolgenden Tagen, am 18. und 19. August, arbeiteten die Jugendlichen in verschiedenen Workshops. Ein großer thematischer Schwerpunkt lag auf den Themen Demokratiebildung und Demokratiestärkung durch Gaming. Ein weiteres zentrales Thema war Digital Wellbeing, verbunden mit der Frage, wie digitale Medien sinnvoll genutzt werden können, ohne zur Belastung zu werden. Auch Nachhaltigkeit spielte eine große Rolle. In einem Vortrag und einer interaktiven Einheit mit KI- und Virtual-Reality-Elementen erlebten die Teilnehmenden neue Zugänge zu Umwelt- und Zukunftsfragen.

               

Prof. Dr. Dr. Rudolf Inderst, IU München,                 Ron Hilde & Dr. Andreas Wolfsteller
Vortrag „The other side of Democracy –                 Workshop „Experiencing democracy“
Totalitarian and dystopian conditions in video
and computer games as a space for reflection“

 

Workshop „Digital Wellbeing“ von Matthias Thanos (bpb)

Lukas Galinski (Instinct 3), Vortrag“Sustainability from the perspective of a gaming and influencer marketing agency“

       

Roman Pilgrim (mxr Storytelling), Workshop „Sustainable city of the future“

Ein besonderes Highlight war der Besuch der gamescom 2025 am 20. August. Als Fachbesucher:innen konnten die Teilnehmenden nicht nur die Messe erkunden, sondern auch eine geführte Tour durch die Indie Area mit Stephanie Lang (IAB) erleben. Hier boten junge Entwickler:innen spannende Einblicke in ihre Arbeit. Zudem standen die Teilnehmenden selbst auf der Bühne des Jugendforums NRW, beantworteten Fragen zum Projekt und lieferten sich ein unterhaltsames Rennen bei Mario Kart.

Ein weiteres Highlight war der gamescom congress 2025 am 21. August. Die Teilnehmenden besuchten den Fachkongress und nahmen an unterschiedlichen Vorträgen und Paneldiskussionen mit renommierten Experten aus der ganzen Welt teil.

(Der Besuch der gamescom 2025 wurde durch den game – Verband der deutschen Games-Branche e.V. und Koelnmesse GmbH ermöglicht.)

Geführte Tour durch die IndieA rea mit Stephanie Lang (IAB) 

„Zocken im Weimarer Dreieck“, Jugendforum NRW, gamescom 2025

gamescom congress, Vortrag von YLan Boureau (Founder and CEO of ThrivePal)     

Gruppenfoto mit Minister für Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW Nathanael Liminski

Neben diesen Erlebnissen bereitete sich die Gruppe intensiv auf den Höhepunkt des Gipfels vor: die Abschlussdiskussion in der Staatskanzlei NRW in Düsseldorf am 22. August 2025. Gemeinsam wurden Thesen erarbeitet und Fragen formuliert, um am nächsten Tag den Dialog mit Leszek Pietraszek, dem Vize-Marshall der Woiwodschaft Schlesien, Grégory Tempremen, einem Regionalratsmitglied aus Haut-de-France und Nathanael Liminski, Europaminister und Chef der Staatskanzlei NRW auf Augenhöhe führen zu können. Dieses Gespräch bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Sichtweisen einzubringen und mit den Politikern über die (zukünftige) Rolle von Gaming in der Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. 

‚Europaminister und Chef der Staatskanzlei Nathanael Liminski sagte bei der Abschlussveranstaltung: „Das vielfältige Programm unseres Jugendgipfels zeigt: Gaming ist viel mehr als Unterhaltung. Spiele eröffnen Räume, die traditionelle Bildungsformate nicht mehr erreichen. Sie haben das Potential, zur Aufklärung über demokratiefeindliche Legenden beizutragen. Und die ‚gamescom‘ zeigt eindrucksvoll, wie Menschen aus der ganzen Welt zusammenkommen, um kreative Ideen zu teilen und das Miteinander im Herzen von Europa zu feiern. Ich bin dankbar für den klugen Input und die ehrlichen Erwartungen aus der jugendlichen Perspektive, geprägt durch ihre jeweiligen Heimatländer.“‘ (Quelle: Pressemitteilung Staatskanzlei NRW vom 22.08.2025)

         

Fotorechte Staatskanzlei NRW/Robin Teller                          Fotorechte Staatskanzlei NRW/Robin Teller  

Fotorechte Staatskanzlei NRW/Robin Teller 

Zum Abschluss der Woche, am 23. August, reflektierten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen noch einmal gemeinsam. In der Abschlussdiskussion wurde deutlich, wie viele neue Eindrücke, Kontakte und Ideen die Tage in Köln hervorgebracht hatten. Danach hieß es Abschied nehmen: mit vielen Impulsen und Erinnerungen im Gepäck reisten alle zurück in ihre Regionen.

Der Internationale Jugendgipfel 2025 im Regionalen Weimarer Dreieck war damit nicht nur ein Ort der Begegnung, sondern auch ein Raum für Austausch, Inspiration und Mitgestaltung. Er hat gezeigt, wie wichtig es ist, jungen Menschen Plattformen zu geben, auf denen sie ihre Stimmen einbringen und Europa aktiv mitgestalten können.

 

Im Auftrag

 

Durchführende Organisationen

 

Ansprechpartner:

Projektleitung:
Mayka Kleine-Hering
Tel.: 0209 – 15510 13
m.kleine-hering@aktuelles-forum.de

Projektmitarbeiter:
Julius Niggemeyer
Tel.: 0209 – 15510 22
j.niggemeyer@aktuelles-forum.de