Jugend partizipiert
Lebens- und Erwerbsweltorientierung im städtischen Sozialraum

Jugend partizipiert: Lebens- und Erwerbsweltorientierung im städtischen Sozialraum

Eine neue Runde des Projektes "Jugend für Politik gewinnen" ist gestartet!


Kooperationspartner ist die Herbert-Grillo-Gesamtschule in Duisburg-Marxloh. 

Im Projekt „Jugend partizipiert: Lebens- und Erwerbsweltorientierung im städtischen Sozialraum“ geht es um Möglichkeiten der Jugendpartizipation auf kommunaler Ebene. Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte oder Bildungsbenachteiligung machen im Rahmen des Projektes eigene, alltägliche Probleme und Herausforderungen selbst zum Thema. Sie erarbeiten, wie sie sich direkt beteiligen können, und setzen dies konkret um. Das Projekt befähigt Jugendliche mit und ohne Zuwanderungsgeschichte oder Bildungsbenachteiligung sich an der Gestaltung ihres kommunalen Umfeldes zu beteiligen. Sie alle sollen die gleiche Chance haben, unabhängig von ihrer unterschiedlichen kulturellen, religiösen, sozialen und ethnischen Herkunft. Bestehende Ungleichheiten, z.B. in dem Zugang zu Partizipationsmöglichkeiten, werden durch das Projekt verringert. Jugendliche erhalten in dem Projekt die Möglichkeit, ihre Probleme und Herausforderungen mit ihren Ideen anzugehen, um so selbstverantwortliches Handeln zu lernen und Erfahrungen der Selbstwirksamkeit zu machen. Zu Beginn des Schuljahrs stellen sich im Rahmen einer Analyse ihres Umfelds die Schüler*innen die Frage, für welche Fragestellung im Umfeld sie Handlungsbedarf sehen und wie sie sich sinnvoll beteiligen können. Anschließend beschäftigen sie sich mit der Entwicklung von Lösungsansätzen und deren Umsetzung. Als ein Teilziel wird die Fähigkeit angestrebt, zu selbständigen und begründeten Urteilen über politische Ereignisse und Probleme ihres Lebensumfeldes zu kommen und angemessen und wirkungsvoll auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen. Die Schüler*innen erwerben so Kenntnisse und Fertigkeiten, die sie ermächtigen, sich an sie betreffenden demokratischen Prozessen der Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung zu beteiligen und die Chancen und Grenzen der Einflussnahme auf die Gestaltung von politischen und gesellschaftlichen Situationen zu erkennen.

In diesem Jahr setzen sich die Jugendlichen mit dem Thema "Eisdiele für Marxloh" auseinander. Was auf den ersten Blick unpolitisch erscheint, ist in Wirklichkeit hochpolitisch und brisant: es geht um die Bereitstellung jugendgerechter Räume im Stadtteil sowie um das Image Marxlohs, das als "No-go-area" oder bestenfalls als Brautmodenmeile wahrgenommen wird.

Im letzten Jahr beschäftigten sie sich mit dem Thema „Flucht“ und der Situation der Geflüchteten vor Ort. Dabei stellten sie sich die Frage, was sie selbst tun können, um deren Lage zu verbessern. Durch Netzwerkarbeit und Spendenaktionen schafften sie es, 15 dringend benötigte Wäscheständer an Erstaufnahmeeinrichtungen in Duisburg zu übergeben und engagierten sich in der Kleiderkammer der Caritas sowie in Arbeitskreisen.

 Dafür wurden sie nun vom Bündnis für Demokratie und Toleranz als „vorbildlich“ eingestuft und bekamen ein Preisgeld in Höhe von 3.000€.

 Den Abschlussbericht des Schuljahres 2014/2015 finden Sie hier

"Jugend partizipiert" ist ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung NRW, in Kooperation mit dem aktuellen forum. Das Projekt wird gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen, dem Europäischen Sozialfonds und der Landeszentrale für politische Bildung.

 

Infos bei Birgit Uhing unter b.uhing(at)aktuelles-forum.de und 0209/15510-14.