Im Projekt OPEN (2021-2023) (https://transfer-politische-bildung.de/transferstelle/open), gefördert von der Stiftung Mercator, bringen Akteur*innen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der politischen Jugendbildung in Nordrhein-Westfalen ihre jeweiligen Stärken und Expertisen in Partnerschaften ein. Begleitet von der Transferstelle politische Bildung von Transfer für Bildung (TfB) e.V. erproben sie neue Wege für eine dauerhafte konstruktive Zusammenarbeit, an der Jugendliche von Beginn an maßgeblich beteiligt sind und in der deren (politische) Interessen und Themen im Fokus stehen.

Die sechs Partnerschaften, jeweils bestehend aus (mindestens) einer Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und einer der außerschulischen politischen Jugendbildung, entwickeln gemeinsam neue, demokratisch organisierte Formen politischer Bildung, die vor allem Jugendlichen angemessen sind, die bisher häufig nicht an Angeboten politischer Bildung teilnehmen. Dauerhafte Kooperation und Vernetzung der beiden Praxisfelder der Kinder- und Jugendarbeit kann so zu einem breiteren, vielfältigeren Angebot von Demokratiebildung und politischer Bildung für alle Kinder und Jugendlichen beitragen.

Seit Mitte 2022 dient das Praxisprojekt OPEN dem „Forschungsprojekt zu neuen kooperativen Formen politischer Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit“ (2022-2024) (https://transfer-politische-bildung.de/transferstelle/feldanalyse-kja) der TH Köln als Forschungsfeld.

Das Forschungsvorhaben wird von der Stiftung Deutsche Jugendmarke gefördert. Es will die Frage beantworten, wie neue Formen politischer Bildung in der Kinder- und Jugendarbeit, insbesondere in Kooperation mit politischer Jugendbildung, aussehen können und welche professions- und institutionstheoretischen Fragen damit verbunden sind. Anhand der wissenschaftlichen Erkenntnisse können Schlussfolgerungen für die Praxis politischer Bildung in verschiedenen Feldern der Jugendarbeit und in Kooperationen gezogen und diskutiert werden. Die Ergebnisse aus den Projekten liefern Impulse für die Fachöffentlichkeit, tragen zur Qualifizierung der Akteur*innen bei und stärken die politische Bildung/Demokratiebildung in der Kinder- und Jugendarbeit.

Jahresrückblick 2022

Ziel des Projektes ist es, Stärken und Potenziale der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und der politischen Jugendbildung in Nordrhein-Westfalen zusammenzubringen.                                               Unser Projektpartner ist die Offene Kinder- und Jugendarbeit der AWO, Unterbezirk Dortmund. Hier arbeiten wir zurzeit mit einem Jugendzentrum und 2 Jugendtreffs zusammen.

Neben der aufsuchenden politischen Bildungsarbeit im Jugendtreff am Hafen, haben wir uns mit Jugendlichen im Jugendzentrum Derne über die eigene Lebenswelt und das sie sich im eigenen Land fremd fühlen auseinandergesetzt und im Anschluss einen Hip-Hop Projekt durchgeführt. Die Jugendlichen waren die Akteure, die aktiv wurden und ihre Ideen, ihren Beat und ihren Text in einen Song eingebracht haben. Sie haben den Song in ihrem „Straßenjargong“ geschrieben. Der Text beinhaltet ihre Armut, – das Bedürfnis nach Reichtum und diesen mit ihrer Familie zu teilen. Unterstützt wurden sie dabei von Broken Dream Beatz. Um die politischen Momente zu reflektieren wurde die Gruppe stets von Mitarbeitenden des af oder der AWO OKJA begleitet. Der Text führte zu Diskussionen, weil er auch viele Stereotype bedient. Gerade erlebter Rassismus und eigene Vorurteile waren immer wieder Thema. Für das Team waren gerade das Zulassen von Äußerungen, die sich für unsere Ohren nach Vorurteilen und Ausgrenzung anhören schwer.

Bei der U 18 Wahl im Jugendzentraum Derne und im Jugendtreff in Holzen sind wir mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Demokratie über die Methode eines Escape Games „Die Wahlurne“ ins Gespräch gekommen. Im Oktober wurde im Jugendzentrum Derne ein Jugendforum für den Stadtbezirk Scharnhorst veranstaltet. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Anja Butschkau, MdL. In der Vollversammlung zum Thema „Ungleichheit“, hatten die Kinder die Chance mit zu diskutieren, ihre Wünsche, Ideen zu äußern und ihre Meinung zu vertreten. In verschiedenen Workshops konnten die Jugendlichen mit Fachkräften der AWO Unterbezirk Dortmund, politischen Bildnern des „aktuellen forum e.V.“ (af), der Politik und dem Jugendamt ins Gespräch kommen. Zur inhaltlichen Auseinandersetzung kam der Bezirksbürgermeister Werner Gollnick (CDU). Durch die Veranstaltung haben wir Kontakt zu einer Mädchengruppe aufgebaut in der wir jetzt die Themen weiter vertiefen wollen.

Ansprechpartner/in:

aktuelles forum e.V.

Verena Reichmann
Tel.: 0209- 15510 12
v.reichmann@aktuelles-forum.de 

AWO Dortmund

Wilhelm Hoffstiepel
Mobil: +49 151 584 129 34
w.hoffstiepel@awo-dortmund.de