Die „Servicestelle für mehr internationale Jugendarbeit in NRW“ ist eine Fachstelle für das Land Nordrhein-Westfalen und knüpft mit ihrem Ansatz an den vorhandenen Strukturen und Netzwerken an. Ziel ist es, Akteure und Verbände auf Landesebene für internationale Arbeit neu bzw. stärker als bisher zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Jugendliche mit geringeren Chancen sollen dieselben Möglichkeiten haben an internationalen Erfahrungen teilzuhaben, wie akademisch geprägte Jugendliche. Internationale Jugendarbeit soll selbstverständlicher integrativer Teil der Jugendsozialarbeit werden.

Neben Informationsveranstaltungen und der Evaluation der ersten drei Jahre der Servicestelle für mehr internationaler Jugendarbeit in NRW stand 2018 das Modellprojekt im Mittelpunkt des Projekts.

In dem Zeitraum vom 23. September bis zum 02. Oktober 2018 fand in Kooperation mit der Katholischen Jugendarbeit Gelsenkirchen gGmbH und einigen Organisationen in Italien ein Jugendaustausch in Rom statt. Das Projekt Beyond the Limits ist als Modellprojekt der Servicestelle ins Leben gerufen worden, um exemplarisch aufzuzeigen, dass es jeder Einrichtung, jedem freien Träger möglich ist, einen internationalen Jugendaustausch durchzuführen.

Das Ziel der Jugendbegegnung war es, Hemmnisse und Vorurteile abzubauen und neue Berufsfelder kennenzulernen, um sie zu motivieren in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Eine gelungene Auslandserfahrung, in der Freundschaften geschlossen wurden, die weiterhin gepflegt werden.

Neben den Ergebnissen des Modellprojekts, wurden am 07. November bei der Auswertungsveranstaltung der Servicestelle für mehr IJA in NRW in Düsseldorf, auch die Ergebnisse der Evaluation präsentiert.

Die Notwendigkeit einer Servicestelle für internationale Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen wurde durch die Ergebnispräsentation Herrn Naddafs der Technischen Hochschule in Köln deutlich. Neben dem Informations- und Beratungsansatz und der Vernetzung im Hinblick auf die Kooperationsmöglichkeiten der Akteur*innen fungiert die Servicestelle als Katalysator für die Stärkung der kommunalen und lokalen internationalen Jugendarbeit. Wenn man diese Aspekte weiterdenkt und inhaltlich ausbaut, kann die Servicestelle perspektivisch als politisches Instrument gesehen werden, welches das Feld der internationalen Jugendarbeit  sichtbar macht und die Strukturen verändern kann. Insgesamt betrachtet waren die vergangenen drei Jahre der Servicestelle für mehr IJA in NRW ein voller Erfolg, trotz des einen oder anderen Hemmnisses. Das Projekt wurde um zweieinhalb Jahre verlängert.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW finanziert.

Weitere Informationen unter: www.servicestelle-ija-nrw.de


Ansprechpartner/in:

Bei Fragen, Anregungen oder Interesse wenden Sie sich bitte an das Projektbüro: Karolina Hajjar, 0209/1551021 k.hajjar@aktuelles-forum.de