Auf dem Bild ist im Vordergrund das roll up des aktuellen forum zu sehen und im Hintergrund eine Leinwand mit einer power point Präsentation mit einem QR Code

Gelsenkirchener Berufsschüler*innen GEmeinsam GEgen GEwalt und AusGrEnzung

Am 06.11.2025 fand „GEmeinsam GEgen GEwalt und AusGrEnzung“ im Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen statt. Organisiert vom aktuellen forum, wurde mit dem Comedian, Podcaster und Autor Abdul Kader Chahin und weiteren Gästen über unterschiedliche Ausprägungen des Extremismus gesprochen. Konkret waren die Beispiele Antisemitismus, Rechtsextremismus und antimuslimischer Rassismus Gesprächsthemen. Es war eine geschlossene Veranstaltung, die von Berufsschüler*innen aus Gelsenkirchen besucht wurde. Neben informativen Inputs zur Einordnung der einzelnen Ausprägungen wurde ebenfalls Raum für die Gedanken der Teilnehmenden zu den Themen gegeben.

Auf dem Bild ist eine Frau von hinten mit einem Mikro und ein Mann von vorne mit einem Mikro zu sehenAuf dem Bild ist ein Podium mit zwei Frauen und zwei Männern zusehenDie Idee zu dieser Diskussions- und Informationsveranstaltung entstand auf Grund des aktuell sehr polarisierenden politischen Klimas in Deutschland. Die sich dadurch entwickelnden extremistischen Strömungen sind eine Herausforderung für bestehende demokratische Grundwerte. Von dieser Entwicklung ist auch Gelsenkirchen nicht ausgeschlossen. Deshalb war das Ziel der Veranstaltung, den Berufsschüler*innen Gelsenkirchens mitzugeben, dass Handlungsohnmacht und die Angst vor Meinungsäußerung bereits im kleinen und lokalen minimiert werden kann.

 

 

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch Mittel der Fachstelle demokratie.bewegen der Stadt Gelsenkirchen und der Stadt Sparkasse Gelsenkirchen, bei denen wir uns herzlich bedanken.


Auf diesem Bild sehen Sie das Logo des aktuelles forums. Die Abkürzung af ist links neben einem Globus zu sehen.

Neuer Kollege im af-Team

Ich, Benedikt Schmitt, arbeite seit August 2025 als Bildungsreferent im aktuelles forum e.V.. In meiner neuen Rolle begleite und plane ich unter anderem Gedenkstättenfahrten. Darüber hinaus arbeite ich mit verschiedenen Kooperationspartnern zusammen, um junge Menschen wie auch Erwachsene in ihrer Auseinandersetzung mit Geschichte, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung zu stärken. Besonders wichtig ist mir dabei das Thema soziale Gerechtigkeit – vor allem, wenn es um den Zugang zu Bildung und die Möglichkeit politischer Beteiligung geht.
Neben meinem Masterabschluss in Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Universität Duisburg-Essen bringe ich vielfältige Praxiserfahrungen mit. So bin ich beispielsweise Betzavta-Trainer, eine Methode der Demokratiepädagogik. Hierbei begleite ich Gruppen in Lern- und Reflexionsprozessen, um Demokratie erfahrbar zu machen und um Raum für Perspektivwechsel zu bieten.

Sie erreichen mich unter 0209-1551020 oder per E-Mail an b.schmitt@aktuelles-forum.de

 


Ein Segelboot mit jugen Menschen

Gemeinsam die Wellen bezwingen

„Gemeinsam die Wellen bezwingen“ mit diesem Ziel fand das Segelseminar des aktuellen forums am IJsselmeer statt. Vom 26. bis zum 28.09.2025 sind 15 Schülerinnen des Erzbischöflichen Ursulinengymnasiums Köln über das Meer gesegelt. Hier lernten die Teilnehmenden nicht nur den Sport des Segelns kennen, sondern entwickelten während der Fahrt und den darauffolgenden Reflexionseinheiten unterschiedliche Kompetenzen, die sie in ihrem weiteren Leben in einer demokratischen Gesellschaft einsetzen können. 

Neben Kooperationsfähigkeit und Konfliktlösungstechniken kreierten die Schülerinnen ebenso eine Verbundenheit zu Wasser, Wind, Wetter und Umgebung, was sie zudem dem Naturschutz ein wenig näher trug. 

Die Teilnehmenden sind mit der Entwicklung von Kompetenzen wie Selbstvertrauen und Eigenverantwortung durch aktives Mitarbeiten und Aufarbeiten der Geschehnisse aus dem Segelseminar gegangen und können anschließend die durch den Sport erlernten Kompetenzen in ihrem schulischen, beruflichen und privaten Alltag nutzen und weitergeben. 

In diesem Sinne ist das Seminar Teil des Projekts „Vom Spielfeld zum Stimmzettel – sportlich denken, politisch handeln“- gefördert von dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. 

Jugendliche auf einem Segelbot, die an einem Seil ziehen


Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin des Internationalen Jugendgipfels 2025 im Regionalen Weimarer Dreieck

„My name is Adelina Diakova and I had the honour of representing the Youth Council of the Dnipropetrovsk Regional State Administration (Dnipro, Ukraine) at the Weimar Triangle Youth Summit 2025.
First of all, I am deeply grateful for the invitation and the opportunity to bring the Ukrainian voice to this important event.
The entire programme was filled with inspiring and thought-provoking activities. The main theme of this year’s summit – games – turned out to be truly fascinating. Games accompany us from childhood, shaping our imagination, communication and even our worldview. Their influence on our lives is far greater than we often realize.
Through lectures and discussions, we explored games from very different perspectives: democracy, environmental challenges, and industry. One of the highlights for me was Gamescom – the annual international video game exhibition. It gave me a new understanding that games today are not just entertainment, but an essential part of culture and everyday life.
Equally memorable was the dialogue with politicians from Germany, France and Poland. I came away with a strong impression: yes, we represent different nations, but we share common challenges – and also common values that can unite us. And sometimes, something as universal as games can become a bridge between us.
I sincerely thank the entire organizing team for creating such a meaningful summit. It not only gave us knowledge but also friendships and a deeper understanding of the importance of games in shaping our present and future.“

           

Links: Foto mit Minister für Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW Nathanael Liminski / Rechts: Adelina Diakova / Fotorechte: Staatskanzlei NRW, Robin Teller


Eindrücke der Teilnehmenden vom internationalen Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck

„Also ich bin Finn, 19 Jahre. Ich bin an diesen Jugendgipfel gekommen dadurch, dass meine Chefin mir das mitgeteilt hat. Weil: ich mache aktuell meinen Bundesfreiwilligendienst beim Sportverein und da wollte ich unbedingt ein E-Sport Projekt machen und sie hatte mir dann gesagt, dass es hier so einen interkulturellen Austausch gibt im E-Sport und da habe ich gedacht, ist das glaube ich eine ganz coole Sache. Und ich find das eine extrem coole Sache, weil man sich halt mit Leuten aus der ganzen Welt connecten kann und man kriegt neuen Input. Man kann andere Sprachen lernen, auch sein Englisch ein bisschen intensivieren. Es ist irgendwie cool auch die anderen Kulturen kennenzulernen. Und dadurch, dass wir halt alle diesen Gaming Aspekt haben, hat man halt eine gute Connection zu jedem, man versteht sich gut und die Gruppe an sich ist echt extrem cool. Also da gibt es niemanden der sich mal sich nur für sich hält, sondern ist wirklich alle untereinander. Man versteht sich gut, man unterhält sich ist eine geile Sache.“

 

 

 

„Hi mein Name ist Lais ich bin 19 Jahre alt und ich bin Kölnerin und ich repräsentiere hier mit den anderen Delegierten NRW beziehungsweise Deutschland.
Das Projekt ist ein sehr cooles Projekt weil: Hier leben wir Diversität, hier kommen wir in den Kulturaustausch. Das haben wir nicht so oft und Kulturaustausch ist so wichtig wegen dem Perspektivwechsel. Wir leben immer in unseren Bubbles und jetzt haben wir mal wirklich einen Kulturaustausch in dem wir wirklich einen Perspektivwechsel kriegen und wir brauchen Perspektivwechsel. Das ist sehr wichtig für die Demokratie und hier leben wir Demokratie.“

 

 

 

 

 

„Hi, ich bin die Lisa. Ich bin 21. Ich bin da tatsächlich durch eine andere Jugendgruppe draufgekommen und ich habe halt Interesse an Gaming und ich fand es interessant Leute aus anderen Ländern von anderen Kulturen kennenzulernen. Ich finde es ist einfach sehr wichtig, dass der kulturelle Austausch halt weiter gefördert wird, weil man einfach sonst nicht wirklich mitbekommt was um einen herum in den Ländern passiert. Deswegen find ich das so eigentlich schon ganz gut.“

 


Pressemitteilung der Staatskanzlei NRW zum Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck 2025

Unter dem Motto „Zukunft aktiv (mit-)gestalten – Smarter durch Gaming?“ kamen vom 17.08.2025-23.08.2025 in Köln junge Menschen aus Nordrhein-Westfalen, Schlesien (Polen), Hauts-de-France (Frankreich) und der Ukraine zusammen. Der Jugendgipfel im Regionalen Weimarer Dreieck bietet ihnen die Möglichkeit, europäische Perspektiven auszutauschen, aktuelle Themen zu diskutieren und eigene Ideen für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln.

Workshops, Exkursionen und ein interkulturelles Rahmenprogramm bildeten den Auftakt für den direkten Dialog mit politischen Vertreter:innen der drei Regionen.

Die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen hat hierzu eine Pressemitteilung veröffentlicht, die die Ergebnisse und Eindrücke des Gipfels zusammenfasst:  Pressemitteilung

Fotorechte: Staatskanzlei NRW/Robin Teller


Offener Brief der AG Demokratiewerkstätten NRW Ansprechpartner*innen einzelne Demokratiewerkstätten vor Ort

Politische Bildung –
Stärkung Landeszentrale für politische Bildung NRW und Rolle der Aufsuchenden Politischen Bildung
durch das Kooperationsprogramm „Demokratiewerkstätten in NRW“

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
die AG Demokratiewerkstätten in NRW möchte mit diesem offenen Brief alle Beteiligten des derzeitig
stattfindenden Wandels im Feld „Politische Bildung“ über unsere Gedanken informieren. Wir erleben
eine Zeit, in der uns vertraute Grundregeln des demokratischen Diskurses zunehmend missachtet
werden, bisher bewährte Orte der demokratischen Auseinandersetzung unter Druck geraten und
Entscheidungsprozesse delegitimiert werden bzw. nicht transparent und offen genug für alle sind.
Die Beteiligungsmöglichkeiten bei Themensetzungen und aber auch -bearbeitungen in unserer
Gesellschaft schrumpfen und reichen nicht mehr aus, oft sogar schließen sie aus. Die individuelle
Gestaltungsmacht schwindet zusehends für alle Beteiligte. Dabei braucht Demokratie alle. Umso
notwendiger und bedeutender wird die Aufsuchende Politische Bildung und darin als ein Format die
Demokratiewerkstätten. Denn sie bieten Zugänge, bauen diese Orte der demokratischen
Auseinandersetzung auf, gestalten sie, exemplarisch und grundlegend unter dem Dach politischer
Bildung.
Für einen weiteren konstruktiven Prozess in der Gesellschaft übernehmen wir damit beispielhaft
Verantwortung, wollen multiplizieren und die Beteiligung erhöhen. Im Prozess der Umgestaltung und
Neuverortung bzw. Einbettung der Landeszentrale für politische Bildung NRW mit dem anstehenden
gesetzgeberischen Verfahren wenden wir uns hiermit an die daran beteiligten
Entscheidungsträger*innen und die Fachebene. So wird beispielsweise die Rolle des Kuratoriums
maßgeblich sein und somit ist die Besetzung dieses Gremiums richtungsweisend für die weitere
Wegbeschreitung der Landeszentrale. Aber auch die Bedeutung der Partnerorganisationen der
Landeszentrale muss klar im Blick behalten werden.
Wir bitten daher um Berücksichtigung unserer Gedanken und Sorgen im parlamentarischen und
fachlichen Diskurs bei der anstehenden Ausgestaltung der Landeszentrale und auch bei der Fixierung
zukünftiger Rahmenbedingungen für die politische Bildung in NRW. Hier liegt uns besonders die
Aufsuchende Politische Bildung unter der Berücksichtigung erfolgreich gelebter Praxis in
Trägervielfalt am Herzen.

Die Demokratiewerkstätten sind seit beinahe 10 Jahren das erprobte Format Aufsuchender
Politischer Bildung mit hoher Sichtbarkeit in NRW. Aufsuchende Politische Bildung geht neue Wege
und verlangt sowohl von Politischer Bildung als auch ihren Kooperationspartner*innen wie der
Landeszentrale und den Akteuren und Akteurinnen vor Ort neue Formen der Zusammenarbeit. Dies
verdankt sich langjährig gewachsenen Kooperationserfahrungen zwischen der Landeszentrale und
der hohen Vielfalt der Trägerlandschaft. Diese Vielfalt bildet viele Milieus und soziale Gegebenheiten
in NRW ab und stellt somit nicht nur ein wichtiges Feld wissenschaftlicher Forschung dar. Sie
orientiert sich an einer Bildungslogik wie sie auch die bisherigen Forschungslagen und
Demokratieberichte bestätigen. Die Arbeit ließe sich noch vervielfältigen, ohne andere Gebiete und
Aufgaben der Landeszentralen einschränken zu wollen.

Die erfolgreiche Arbeit der Demokratiewerkstätten konnten wir nur erreichen unter den für unsere
Arbeit notwendigen Rahmenbedingungen, Strukturen und Grundsätzen. Diese wollen wir hiermit für
die weiteren parlamentarischen Diskurse und Entscheidungen um die Landeszentrale, aber auch den
weiteren Verlauf in Parlament und Fachdiskurs einbringen bzw. nochmals klar benennen.
– Die Unabhängigkeit der Landeszentrale in ihrer programmatischen Ausgestaltung wird
sichergestellt.
– Aufsuchende Politische Bildung (APB) in Form von Demokratiewerkstätten (DW) in
Kooperation mit der Landeszentrale wird fortgesetzt und finanziell abgesichert.
– Die Einbindung und Repräsentanz der Vielfalt der Träger vor Ort wird strukturell
sichergestellt.
– Die DW als Programm der APB bedeutet, die DW vor Ort die Potentiale heben zu lassen unter
gebotener Gestaltungsfreiheit.
– Die DWs als zentraler Arbeitsbereich werden nicht in Konkurrenz zu anderen politischen
Bildungsangebote gestellt.
– Demokratieberichte und aktuelle Forschungsergebnisse sind auch künftig bei Bewertung und
dem Ausbau der DWs zu berücksichtigen.
– Dies erfordert eine Stärkung der Netzwerkarbeit und ermöglicht den Austausch von
Entscheidungsträger*innen mit der Praxis in der politischen Bildung.

Wir stehen für einen Dialog mit allen Interessierten, der Fachöffentlichkeit und für den
parlamentarischen Diskurs zur Verfügung.
Gezeichnet alle Mitglieder der AG Demokratiewerkstätten,
für die Demokratiewerkstätten in Krefeld, Wuppertal, Düsseldorf, Dortmund, Duisburg, Bielefeld,
Köln, OWL, Stolberg, Rheinisches Revier
01.09.25

 

Offener Brief als PDF

Unter Bezugnahme auf:
Gill, Th. / Stapf-Fine, H. / Wallentin, A. (2025) Handbuch Aufsuchende Politische Bildung, Frankfurt
Landeszentrale für politische Bildung (2022) Selbstverständnis der Demokratiewerkstätten in NRW,
Düsseldorf abrufbar unter: https://www.politischebildung.
nrw/fileadmin/imperia/md/content/projekte/demokratiewerkstaetten/Broschuere_Selbstve
rstaendnis_DW_im_Quartier_2022.pdf
Meyer, L. (2025) Die Arbeit in der Demokratiewerkstatt – aufsuchende inklusive politische Bildung, in
Gill et.al.) (2025) Handbuch Aufsuchende Politische Bildung, Frankfurt S. 138-149


Auf diesem Bild sehen Sie das Logo des aktuelles forums. Die Abkürzung af ist links neben einem Globus zu sehen.

Schutzkonzept

Der Vorstand des aktuellen forums hat das hier nun veröffentlichte Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutz- und hilfsbedürftigen Erwachsenen beschlossen. Dieses Konzept soll das Recht auf eine gewaltfreie Umgebung in einem Rahmen eines Bildungsangebots (Seminar oder Studienreise) für alle Minderjährigen und schutz- und hilfsbedürftigen Erwachsenen, die an unseren Angeboten teilnehmen, sicherstellen.

 

Die aktuelle forum hat den Anspruch und sieht sich in der Verantwortung, alle Teilnehmenden an unseren Bildungsangeboten in besonderem Maße vor Gewalt und Übergriffen zu schützen. Wir schaffen einen sicheren Raum, der Minderjährigen und schutz- und hilfsbedürftigen Erwachsenen Freiräume in ihrer individuellen Situation und Entwicklung lässt. Alle haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden tragen dazu bei, diese Atmosphäre herzustellen und zu sichern.

 

Wir weisen in diesem Zusammenhang auch hin auf unsere Haltung zum Thema „Awareness“. Wir nehmen Sorgen ernst und bieten unsere Hilfe an, sollte es zu einem übergriffigen Verhalten kommen.


Zertifikatskurs zur Dialogprozessbegleitung

„Wir schlagen vor, gemeinsam zu erkunden, was jeder von uns sagt, denkt, fühlt, darüber hinaus aber auch die tiefer liegenden Beweg-gründe, Annahmen und Glaubenssätze, die dieses Sagen, Denken, Fühlen bestimmen.“

David Bohm

 

Dialogische Begegnungen

In diesem Seminar laden wir dazu ein, die Kunst lebendiger Dialoge zu erkunden und zu vertiefen. Wie kann es uns gelingen, einander mit echtem Interesse zu begegnen? Mit einer dialogischen Haltung und Offenheit ermöglichen wir den Raum, sich selbst zu reflektieren und eigene Entwicklungspotenziale zu erkennen.

Die dialogische Haltung fördert nicht nur den Austausch von Gedanken und Ideen, sondern verbessert auch das Vertrauen zwischen den Gesprächspartner*innen. Wenn wir uns die Zeit nehmen, ehrlich zu sprechen und einander wirklich zuzuhören, zeigen wir unserem Gegenüber, dass wir dessen Meinungen und Gefühle wertschätzen. Dies schafft eine Atmosphäre, in der sich alle Beteiligten sicher und respektiert fühlen.

 

Demokratisches Miteinander

Wir lernen die Perspektiven anderer zu schätzen und unsere eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Die Erkenntnis, dass wir nicht allein sind in unseren Erfahrungen, kann eine tiefgreifende Wirkung auf unsere Beziehungen haben. Trotz unterschiedlicher Hintergründe erleben wir ähnliche Gefühle und Herausforderungen. Dieses Bewusstsein kann Barrieren abbauen und ein demokratisches Miteinander befördern. Die Kunst des Sprechens und Zuhörens geht weit über den bloßen Austausch von Informationen hinaus. Sie ist der Schlüssel zu Ver-trauen, Empathie und Respekt in unseren Beziehungen und verbessert die Zusammenarbeit.

 

 

Inhalte des Seminars

  • lebendige Dialoge und echte Begegnungen begleiten
  • eine neugierige und offene Haltung im Miteinander entwickeln
  • für eigene Wahrnehmungen und Bewertungen sensibilisieren
  • einfühlsamen und wertschätzenden Umgang miteinander fördern
  • echt sprechen, zuhören und miteinander im Kontakt sein
  • achtsam sein mit sich selbst und den Anderen
  • einen geschützten und hierarchiefreien Raum erfahren, indem das eigene Erleben mitgeteilt werden kann

 

Abschluss

Ein frei gewähltes Praxisprojekt nebst schriftlicher Reflexion bilden den Abschluss der Weiterbildung. Die Weiterbildung qualifiziert dazu, selbst dialogische Prozesse in Gruppen, Teams und/oder mit Einzelnen zu begleiten, sowohl im beruflichen wie im persönlichen Kontext.

 

Termine:

Modul I                   04.03.-07.03.2026

Modul II                  02.09.-05.09.2026

Modul III                 07.04.-10.04.2027

 

Anmeldung

Flyer-Lebendige-Dialoge-begleiten-ab-04.03.26.pdf


es ist eine Gruppe Jugendlicher zu sehen, die im Sitzkreis sitzt und vor sich Bilder liegen hat

Gedenkstättenfahrt zu den vergessenen Orten der Shoah in Ostpolen

„Wir haben gemeinsam gelernt, geweint und wichtige Momente geteilt“- Gedenkstättenfahrt zu den vergessenen Orten der Shoah in Ostpolen

„Der Besuch einer Holocaust-Gedenkstätte sollte für alle Schüler*innen verpflichtend sein“. Diese Meinung einer Teilnehmerin der diesjährigen Gedenkstättenfahrt zu den vergessenen Orten der Shoah in Ostpolen macht deutlich, wie prägend die Auseinandersetzung mit dem schwierigsten Kapitel der deutschen Geschichte war.

auf dem Bild ist eine Gruppe Jugendlicher vor alten Gebäuden sichtbar

27 Schüler*innen des Pelizaeus Gymnasiums aus Paderborn stellten sich nach intensiver Vorbereitung dieser Herausforderung auf der Fahrt, die vom 13. bis 20. Juni 2025 stattfand.

Der Besuch des Museums „Polin“ in Warschau zur jüdischen Geschichte in Polen bildete den Auftakt der Reise, ein geleiteter Rundgang auf dem Gebiet des ehemaligen Warschauer Ghettos schloss sich daran an.

auf dem Bild ist eine auf dem Boden liegende Reihe Bälle zu sehen

Von Warschau aus ging es weiter nach Lublin. Dort waren die nächsten Tage geprägt von der intensiven Arbeit vor Ort: Die Situation der Lubliner Jüd*innen, ein Stadtrundgang auf den Spuren der Opfer und der Täter*innen und zweitägige Workshops und Führungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek standen im Mittelpunkt.

Ein besonders intensiver Moment war das gemeinsame und individuelle Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Gelände des ehemaligen Lagers von Majdanek.

Auf dem Bild ist eine Gruppe Jugendlicher zu sehen, die vor großen Buchstaben stehen, welche das Wort "Lublin" ergeben

Eine weitere, auch emotionale Herausforderung war die Tagesfahrt nach Izbica, wo sich in der Zeit der deutschen Besatzung ein Transitghetto befand, und zum ehemaligen Vernichtungslager Belzec.

Dass die auf der Fahrt gewonnenen Eindrücke bewegend und bedrückend sind, wurde auch in dem intensiven Austausch in der abschließenden Reflexion deutlich: „Gemeinsam haben wir viel gelernt, geweint und wichtige Momente geteilt.“ Diese Worte einiger Schüler*innen fassen zusammen, wie prägend die Fahrt für all die, die daran teilnehmen konnten, war. Ein besonderer Dank gilt Mateusz Matuszyk und Anita Borkowska für ihre Arbeit vor Ort.

Auf dem Bild ist eine Gruppe Jugendlicher zu sehen.

Text: Fr. Große-Bley, Fr. Hertel, Fr. Lettermann, Fotos: Fr. Lettermann